Training made in Germany - Frankfurt-Rhein-Main - deutsche handwerks zeitung

Frankfurt-Rhein-Main - Ausgabe 23/2008

Training made in Germany

Vietnamesische Delegation bei der Handwerkskammer – Förderung der Ausbildung

Andreas Storm (Mitte), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung und Bildung, begrüßte die vietnamesische Delegation bei der Handwerkskammer Rhein-Main.Foto: HWK

Ein Konsortium deutscher Berufsbildungsdienstleister entwickelt derzeit eine Markteintrittsstrategie für den vietnamesischen Bildungsmarkt. Darunter sind Bildungseinrichtungen wie die Handwerkskammer Aachen, die Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. in Hamburg und die Handwerkskammer Rhein-Main. Ziel ist eine praxisorientierte Berufsbildung stärker in Vietnam umzusetzen. Erstes Projekt ist ein deutsch-vietnamesisches Berufsbildungszentrum. Dies soll zusammen mit vietnamesischen Berufsschulen sowie ansässigen nationalen und internationalen Unternehmen umgesetzt werden. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Eine erste Erkundung führte die Projektpartner 2007 unter der Leitung des Bundesbildungsministeriums unter anderem nach Hanoi. Bei einem Gegenbesuch einer vietnamesischen Delegation konnten die Asiaten einen Überblick über die Ausbildungsstätten in Deutschland gewinnen. Andreas Storm, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, erläutert: „Die wirtschaftliche Entwicklung Vietnams hängt von der Qualifizierung der Menschen ab.“ Das deutsche Bildungssystem könne zwar in Vietnam nicht eins zu eins umgesetzt werden, es können aber Elemente für die Qualifizierung hilfreich sein.

Das Projekt solle modellhaft zeigen, wie Training made in Germany in vergleichsweise kurzer Zeit in ausländischen Berufsbildungsmärkten durch eine konzertierte Aktion in Ländern geeigneter Größenordnung bedarfsorientiert, nachhaltig und mit Breitenwirkung eingeführt werden kann, so Storm. Vietnam als Schwellenland mit einem wachsenden Bildungsmarkt, aber mit bislang landesweit fehlenden einheitlichen Qualifizierungs- und Zertifizierungssystemen wird überwiegend von angloamerikanischen Bildungsdienstleistern mit Kursen und Lehrangeboten versorgt, die nicht mit deutschen Qualitätsstandards vergleichbar sind. Insgesamt bieten die Projektpartner Bildungsdienstleistungen an, die von berufsvorbereitenden Modulen über Ausbildungsmodule einschließlich Zertifizierung bis zum Fachhochschulabschluss reichen.

 
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