Studie prognostiziert „Riester-Müdigkeit“ - Sachsen - deutsche handwerks zeitung

Sachsen - Ausgabe 20/2009

Studie prognostiziert „Riester-Müdigkeit“

Altersvorsorge sollte nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden

Wer riestert, hat sich für eine zusätzliche Altersvorsorge entschieden. Deshalb, so Dr. Wolfgang Kohl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, sei es häufig vorschnell, einen Riester-Vertrag zu kündigen.

Hintergrund dieser Einschätzung ist eine Allensbach-Studie der Postbank, die eine „Riester-Müdigkeit“ der Bevölkerung prognostiziert und aufzeigt, dass möglicherweise aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit bestehende Riester-Verträge storniert werden könnten. Gleichzeitig nimmt laut der Studie die Bereitschaft ab, neue Riester-Verträge abzuschließen.

Die gesetzliche Rentenversicherung sieht es auch als ihre Aufgabe an, ihre Versicherten neben ihrem „Kerngeschäft“ Rente und Reha über die zusätzliche betriebliche und private Altersvorsorge zu informieren. Erfreulich sei, dass nach der kürzlich veröffentlichten Postbank-Studie „Altersvorsorge in Deutschland 2009/2010“ fast drei Viertel der Bevölkerung in der gesetzlichen Rente eine ideale Form der Alterssicherung sehen. 2003 beantworteten die Frage nach der für sie persönlich idealen Form der Altersvorsorge noch 63 Prozent mit „die gesetzliche Rente“, heute sind es 73 Prozent. Damit liegt die gesetzliche Rente weit vor allen anderen Formen der Alterssicherung. Einzig die „eigenen vier Wände“ können mithalten. Gleichwohl warnt die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland davor, zusätzliche private Vorsorgeverträge aufzulösen oder mit deren Abschluss zu warten: Gerade Riester-Verträge seien sicher und hätten insbesondere bei frühem Abschluss und langen Laufzeiten gute Renditechancen, so Dr. Wolfgang Kohl. „Durch die staatliche Förderung lohnt es sich insbesondere für Geringverdiener, vor allem wenn sie Kinder haben, eine Riester-Rente abzuschließen. Schon bei monatlichen Beiträgen von fünf Euro gibt es eine hohe staatliche Förderung.“ Kohl rät allen, sich zum Thema betriebliche und private zusätzliche Altersvorsorge bei ihrem Rentenversicherungsträger zu informieren. Dazu bietet die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland Informationen auch zur privaten Altersvorsorge in ihren Auskunfts- und Beratungsstellen an.

Telefonische Informationen über die kostenlose Service-Nr. 0800/100048090. Internet: www.deutsche-rentenversicherung-mitteldeutschland.de

 
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