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Steuertipp Steuerliches Zuordnungswahlrecht bis 31. Mai 2017 ausüben

Bei der Umsatzsteuererklärung 2016 kann es durchaus sinnvoll sein, diese bis spätestens 31. Mai 2017 an das Finanzamt zu übermitteln. Das ist vor allem für den Vorsteuerabzug von Gegenständen relevant, die zu mindestens zehn Prozent im Unternehmen genutzt werden.

Werden Sie steuerlich beraten und Ihr Berater erstellt auch die Steuererklärung für 2016, haben Sie für die Abgabe normalerweise Zeit bis zum 31. Dezember 2017. Doch für die Umsatzsteuererklärung 2016 kann es durchaus Sinn machen, diese vorab bis spätestens 31. Mai 2017 ans Finanzamt zu übermitteln. Sinn macht das vor allem wegen des Vorsteuerabzugs für Gegenstände, die zu mindestens zehn Prozent im Unternehmen genutzt wurden.

Nicht für alle Gegenstände geeignet

Haben Sie beispielsweise 2016 einen Privat-Pkw gekauft und es stellt sich nach dem Jahreswechsel heraus, dass Sie dieses Fahrzeug 2016 zu mindestens zehn Prozent unternehmerisch genutzt haben, können Sie in der Umsatzsteuerjahreserklärung 2016 für diesen Privat-Pkw einen Vorsteuerabzug beantragen. Im Gegenzug müssen sie allerdings Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch ans Finanzamt zahlen. Da Sie in den Umsatzsteuervoranmeldungen 2016 bisher noch keinen Vorsteuerabzug für diesen Pkw beantragt haben (weil während des Jahres nicht klar war, ob der Privat-Pkw tatsächlich zu mindestens zu zehn Prozent unternehmerisch genutzt wird), ordnen Sie den Pkw erstmals mit der Beantragung des Vorsteuerabzugs in der Umsatzsteuerjahreserklärung 2016 zu.

Zuordnung bis spätestens 31. Mai 2017 steuerlich ein Muss

Die Finanzämter fordern, dass die Zuordnung eines Gegenstandes zum umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen 2016 dem Finanzamt bis spätestens 31. Mai 2017 mitgeteilt werden muss. Wer also bei steuerlicher Beratung die automatische Fristverlängerung bis zum Jahresende 2017 in Anspruch nimmt und dem Finanzamt die Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmensvermögen nicht bis zum 31. Mai 2017 mitteilt, verliert den Vorsteuerabzug für diesen Gegenstand.

Steuertipp

Ordnen Sie einen Privat-Gegenstand, der 2016 mindestens zu zehn Prozent unternehmerisch genutzt wurde, rechtzeitig dem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen zu, bedeutet das nicht, dass dieser Gegenstand auch dem ertragsteuerlichen Betriebsvermögen zugeordnet werden muss. Bleibt ein Pkw beispielsweise ertragsteuerlich Privatvermögen, können Sie umsatzsteuerlich vom Vorsteuerabzug profitieren und zusätzlich ohne Fahrtenbuch 0,30 Euro für jeden betrieblich gefahrenen Kilometer als Betriebsausgabe abziehen.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv. dhz

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