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Steuer aktuell Steuerliche Aufteilung von Ausgaben Nebenberufsselbständiger

Sind Sie Arbeitnehmer und gehen nebenberuflich einer handwerklich selbständigen Tätigkeit nach? Dann stellt sich stets die Frage, bei welcher Einkunftsart die angefallenen Ausgaben abzuziehen sind.

Betreffen die Ausgaben sowohl die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und die nebenberuflichen Einkünfte aus einer gewerblichen Betätigung, sind die Ausgaben im Verhältnis der Einnahmen zueinander auszuteilen. Das kann bei Arbeitnehmern nach Ansicht des Bundesfinanzhofs jedoch zu einem nicht akzeptablen Ergebnis führen, wie das folgende Beispiel verdeutlicht (Bundesfinanzhof, Urteil v. 10.6.2008, Az. VIII R 76/05).

Beispiel: Herr Müller erzielt einen Arbeitslohn von 40.000 Euro. Aus einem gewerblichen Nebenjob fließen ihm noch 10.000 Euro zu. Kauft Herr Müller sich nun einen teuren PC für 1.100 Euro (Nutzung für seinen Betrieb 90 Prozent), den er für beide Tätigkeiten verwendet, käme es nach Ansicht des Finanzamts zu folgendem Bild:

  So rechnet das Finanzamt häufig So rechnen Sie
Bruttoarbeitslohn 40.000 Euro 40.000 Euro
Werbungskosten - 825 Euro (1.100 Euro x 75 Prozent), mindestens aber 1.000 Euro -110 Euro (1.100 x 10 Prozent), mindestens aber 1.000 Euro
Einnahmen aus Nebenjob 10.000 Euro 10.000 Euro
Betriebsausgaben - 275 Euro (1.100 Euro x 25 Prozent) - 990 Euro (1.100 x 90 Prozent)
Steuerpflichtige Einkünfte 48.805 Euro 48.090 Euro

Tipp: Der Steuerzahler kann schätzen oder anhand aussagekräftiger Unterlagen nachweisen, in welchem Umfang bestimmte Kosten durch seine nichtselbständige Arbeit und seinen Nebenjob angefallen sind.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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