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Steuertipp Steuererstattung: Achtung vor Betrügern

Erwarten Sie aus einer Steuererklärung eine Steuererstattung oder würden Sie sich darüber freuen, wenn Ihnen das Finanzamt mitteilt, wegen eines Fehlers, Steuern zurück überweisen zu wollen? Wenn ja, wickelt das Finanzamt solche Steuerrückzahlungen niemals über E-Mails oder Online-Kontoabfragen ab. Online-Ankündigungen über Steuererstattungen stammen von Betrügern.

Das Bundeszentralamt (BZSt) für Steuern warnt in einer Pressemitteilung vom 16.3.2017 davor, diesen Betrügern ins Netz zu gehen. Derzeit erhalten viele Bundesbürger E-Mails, die scheinbar vom Bundeszentralamt stammen und eine Steuererstattung in Aussicht stellen. Dazu sollen die "Glücklichen" einem Link in der E-Mail folgen. Nach dem Ausfüllen eines Antragsformulars soll ein Button "Weiter" angeklickt werden (siehe Screenshot in Pressemitteilung). In dem nachfolgenden Formular werden dann Angaben zur Kontoverbindung abgefragt.

BZSt warnt – E-Mails sind Fälschungen

Das BZSt warnt ausdrücklich davor, die in den E-Mails gefragten Angaben zu machen. Denn Kontoverbindungen fragt das Finanzamt immer noch klassisch auf dem Postweg an und erwartet Angaben mit Originalunterschrift. Erhalten Sie also auch so eine dubiose E-Mail, empfiehlt das BZSt folgende Vorgehensweise:

  • Öffnen Sie nicht den Link
  • Geben Sie keine Kontoverbindung an
  • Löschen Sie diese E-Mails umgehend

Die Pressemitteilung mit dem Screenshot zum Antragsformular, dass von Betrügern dazu benutzt wird, an Ihre Bankdaten zu kommen, können Sie hier einsehen oder abrufen

Steuertipp: Steuererstattungen sind immer mit einem Steuerbescheid verbunden, in dem das Finanzamt eine Steuer festsetzt und bereits bezahlte Steuern gegenrechnet. Deshalb ist es – so verlockend es auch sein mag – niemals möglich, dass ohne einen Steuerbescheid oder zumindest ohne einen Abrechnungsbescheid eine Steuererstattung winkt. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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