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Urbane Mobilität Städte arbeiten an der Vision von null Verkehrstoten

Der Straßenverkehr in Europas Städten wird immer sicherer. Viele Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern schaffen es, dass es ein ganzes Jahr lang keine Verkehrstoten auf ihren Straßen gibt.

Wie eine Auswertung der Unfallstatistiken aus 17 Ländern von 2009 bis 2012 durch die Dekra-Unfallforschung ergab, wurden in 88 Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern mindestens in einem der vier Jahre keine Verkehrstoten gezählt. Größte deutsche Stadt, die dies schaffte, war Aachen mit rund 260.000 Einwohnern.

Betrachte man Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern, so hätten sogar 462 das Ziel von null Verkehrstoten in mindestens einem Jahr erreicht. In 16 Städten gab es sogar vier Jahre lang keine Verkehrstoten, darunter sechs in Deutschland (Bad Homburg, Dormagen, Hürth, Kerpen, Neustadt an der Weinstraße und Velbert), neun in Großbritannien (darunter Nottingham mit 289.000 Einwohnern) und eine in Norwegen (Asker).

Im aktuellen Verkehrssicherheitsreport der Dekra steht die urbane Mobilität mit ihren spezifischen Unfallrisiken im Mittelpunkt. Die meisten Unfälle passieren innerorts. Laut Statistischem Bundesamt machten die innerörtlichen Unfälle im Jahr 2012 mit 72,9 Prozent knapp drei Viertel aller Unfälle in Deutschland aus. Dabei kamen 1.062 Menschen ums Leben. Im Verkehrssicherheitsreport 2014 geben Dekra-Experten Handlungsfelder für die Bereiche Infrastruktur, Fahrzeugtechnik und Verhalten der Verkehrsteilnehmer identifiziert und geben Empfehlungen, wie die Sicherheit weiter verbessert werden kann. „Die Vision Zero, also null Verkehrstote, ist keine Illusion“, betonte Dekra-Vorstandsmitglied Clemens Klinke beim Weltverkehrsforum ITF in Leipzig.

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