Eine Präsenz bei Facebook, Google+ oder Twitter ist für Handwerksunternehmer eine der einfachsten Möglichkeiten, um ohne große Kosten ihre Bekanntheit zu steigern und direkt mit den Kunden ins Gespräch zu kommen. Doch wo lohnt sich eine Mitgliedschaft wirklich?
Steffen Guthardt

Facebook und dann lange nichts. Wie die neuesten Zugriffszahlen des Markforschungsinstituts ComScore zeigen, ist die Firma von Mark Zuckerberg in Deutschland nach wie vor das Maß der Dinge, wenn es um Soziale Netzwerke geht. Doch die Studie zeigt auch eine interessante Entwicklung: Der Branchenprimus verliert hierzulande an Besucherzahlen, während alle anderen Wettbewerber unter den ersten fünf im vergangenen Halbjahr zulegen konnten.
Betriebe sollten sich deshalb durchaus die Alternativen anschauen und die Auswahl der Mitgliedschaft nicht nur von den allgemeinen Nutzerzahlen, sondern vor allem den individuellen Marketing-Interessen abhängig machen. Denn nicht jedes Netzwerk verfolgt den gleichen Ansatz.

Die Top 5 in der Kurzübersicht:
Im März 2013 verzeichnete Facebook.com rund 39,2 Millionen einzelne Besucher in Deutschland. Damit verliert die Seite gegenüber August 2012 um knapp 700.000 Besucher oder umgerechnet 1,7 Prozent. Facebook unterscheidet zwischen Seiten von Privatpersonen und Unternehmern. In beiden Bereichen ist es aber möglich neben Mitteilungen auch multimediale Inhalte wie Bilder und Videos zu veröffentlichen und mit anderen Nutzern zu "teilen". Benutzer können eingestellte Beiträge kommentieren und bei Gefallen mit einem so genannten "Like-Button" bewerten.
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Google+
Bei Google denken die meisten Leute zunächst an die marktführende Suchmaschine. Doch Googles Angebot beinhaltet noch viel mehr. Zum Beispiel das Mobile Betriebssystem Android, das auf den meisten Smartphones und Tablet-PCs zum Einsatz kommt und das Soziale Netzwerk Google+. Obwohl Google+ erst im Juni 2011 an den Start gegangen ist, hat es sich in Deutschland schon auf Platz zwei der beliebtesten Netzwerke geschoben. Im letzten Halbjahr konnte die Zahl der einzelnen Besucher um 82 Prozent gesteigert werden. Ein Zuwachs von über drei Millionen auf 6,68 Millionen Besucher.
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Berufliche Kontakte stehen im Mittelpunkt von Xing. Hier können Handwerksbetriebe vor allem Personalmarketing betreiben und nach neuen Mitarbeitern Ausschau halten. Zudem können auch Stellenangebote veröffentlicht werden. Xing bietet sich auch an, um über branchenspezifische Themen zu diskutieren, in denen Experten auf Experten treffen. Das Karrierenetzwerk wächst: In den vergangenen sechs Monaten stieg die Zahl der einzelnen Besucher um 5,5 Prozent auf 5,24 Millionen im März 2013.
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"News first" gilt bei Twitter. Im Gegensatz zu Facebook und Google+ steht in diesem Netzwerk nicht der unterhaltende Aspekt, sondern vor allem Informationen im Vordergrund. Handwerksbetriebe können Meldungen aus der Branche oder über ihr Unternehmen veröffentlichen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Auch Twitter befindet sich auf Wachstumskurs. Rund 3,7 Millionen einzelne Besucher zählte die Seite im März 2013. Eine Steigerung von 24,2 Prozent gegenüber dem August 2012.
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Tumblr
Tumblr ist die eher unbekannte Größe unter den Sozialen Netzwerken. Mit über 3,5 Millionen einzelnen Besuchern im März dieses Jahres rangiert Tumblr in Deutschland aber deutlich vor Seiten wie Stayfriends, Wer-Kennt-Wen oder MySpace. Im Blog-Stil können Nutzer hier Texte, Bilder, Zitate, Chatlogs, Links und Video- sowie Audiodateien veröffentlichen. Tumlbr ist besonders in der Zielgruppe unter 30 Jahren beliebt.
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