Während der Ausbildung -

Den Durchblick behalten Selbstorganisation: Sieben Tipps für Azubis

Manchmal bräuchte man zehn Hände: Für Auszubildende ist es gerade in den Anfangsmonaten oft schwierig, alle Arbeitsaufträge zu schaffen. Gefragt ist dann eine gute Selbstorganisation. Sieben wichtige Tipps.

Gerade am Anfang der Ausbildung heißt es für Azubis meistens, den Kollegen zuarbeiten. Da kann es schon einmal vorkommen, dass innerhalb kürzester Zeit mehrere Arbeitsaufträge auf die Jugendlichen zukommen. Dann ist für den Lehrling gute Organisation gefragt, um alle Termine pünktlich einhalten zu können. Einfach drauflos arbeiten, funktioniert meistens nicht. Sieben Tipps für die Selbstorganisation:

1. Prioritäten setzen

Das Wichtigste ist, erst einmal zu wissen: Was muss bis wann fertig sein? Dafür müssen die Azubis die auftraggebenden Kollegen fragen, bis wann sie die Arbeit benötigen. Was als erstes gebraucht wird, muss meistens auch zuerst gemacht werden.

2. To-do-Listen schreiben

Gerade um längerfristige Arbeitsaufträge nicht zu vergessen, sollten sich Lehrlinge eine Liste mit ihren Aufgaben anfertigen und gleich dazuschreiben, wann sie welchen Auftrag erledigen wollen. Dazu gehört auch die Planung: Azubis sollten sich überlegen, wann es Sinn macht, etwas anzufangen. Braucht man etwa bei einer Aufgabe die Hilfe eines Kollegen oder Ausbilders, sollte man das mit einkalkulieren.

3. Termine in Kalender eintragen

Insbesondere bei längeren Arbeitsaufträgen, deren Abgabetermin vielleicht ein oder zwei Monate in der Zukunft liegt, macht es Sinn, sich die Termine in den Kalender einzutragen. Noch besser: Einige Zeit vorher eine Erinnerung ins Handy oder den Kalender am Arbeitsplatz eintragen. Gleiches gilt übrigens auch für Prüfungstermine in der Berufsschule.

4. Arbeitsmaterialien organisieren

Bevor die Arbeit losgehen kann, sollten Lehrlinge kontrollieren, ob sie alle nötigen Arbeitsmittel zur Verfügung haben. Sonst beginnt man mit einer Aufgabe und stellt plötzlich fest, dass man nicht weiterarbeiten kann. So entstehen unnötige Pausen. Das gilt auch für das eigene Werkzeug.

5. Arbeiten beenden

Zu viele Dinge gleichzeitig zu machen, kostet Konzentration und damit auch Zeit. Während man an der einen Sache arbeitet, macht man sich Gedanken über die andere. Deshalb: Besser eine Aufgabe abschließen, bevor man sich einer neuen Arbeit zuwendet. Das funktioniert aber nur, wenn man sich über die Prioritäten im Klaren ist.

6. Gleich nachfragen

Gerade am Anfang der Ausbildung kann es vorkommen, dass Kollegen etwas von den Lehrlingen verlangen, was diese noch gar nicht wissen können. In solchen Fällen gilt: Gleich nachfragen, anstatt es später nochmal von vorne beginnen zu müssen.

7. Sagen, wenn es zu viel wird

Manchmal geben mehrere Kollegen den Azubis Arbeitsaufträge, ohne sich untereinander abzusprechen. Wenn Lehrlinge das Gefühl haben, dass die Aufgaben zu viel werden, sollten sie das erwähnen. Denn: Besser man sagt vorher, dass man schon sehr viele Arbeitsaufträge hat, als etwas nicht zu schaffen - oder schlecht zu machen, weil man keine Zeit mehr hatte. sch

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2017 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen