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Meldung bis 31. März Schwerbehindertenausgleich: Abgabe erhöht

Der Schwerbehindertenausgleich wurde zum 1. Januar neu angepasst. Unternehmer sind bis 31. März 2016 zur Meldung verpflichtet.

Schwerbehindertenausgleichsabgabe
Die Ausgleichsabgabe für das Jahr 2016 ist bis spätestens 31. März 2017 zu entrichten. - ©

Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen, haben auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen (§ 71 SGB IX). So lange sie die vorgeschriebene Zahl nicht beschäftigen, haben sie für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz eine Ausgleichsabgabe zu entrichten (§ 77 SGB IX).

Zum 1. Januar 2016 wird die Höhe dieser Ausgleichsgabe aufgrund der Anpassungsvorschrift des § 77 Abs. 3 SGB IX neu festgesetzt. Die letzte Erhöhung fand 2012 statt. Die monatliche Ausgleichsabgabe für jeden unbesetzten Pflichtplatz beträgt demnach:

  • bei einer Erfüllungsquote von drei bis unter fünf Prozent nunmehr monatlich 125 Euro (statt bisher 115 Euro),
  • bei einer Erfüllungsquote von zwei bis unter drei Prozent monatlich 220 Euro (statt bisher 200 Euro),
  • bei einer Erfüllungsquote unter zwei Prozent monatlich 320 Euro (statt bisher 290 Euro).
Für Betriebe bis zu 60 Mitarbeitern bestehen Sonderregelungen. Die Ausgleichsabgabe für das Jahr 2016 ist bis spätestens 31. März 2017 zu entrichten. Damit wirkt die Erhöhung erst im Jahr 2017.

Für die Ausgleichsabgabe, die im Jahr 2016 für das Jahr 2015 zu entrichten ist, gelten noch die alten Abgabesätze.Die Pflicht zur Beschäftigung behinderter Menschen wird durch die Zahlung der Ausgleichsabgabe nicht aufgehoben: Arbeitgeber müssen bis 31. März der Agentur für Arbeit für das vorangegangene Kalenderjahr die Daten anzeigen, die für die Berechnung der Beschäftigungspflicht erforderlich sind. Außerdem muss die Ausgleichsabgabe an das zuständige Integrationsamt abgeführt werden.

Bei nicht fristgerechter Zahlung wird ein Säumniszuschlag erhoben.Für Arbeitgeber mit weniger als 20 Arbeitsplätzen im Sinne des Schwerbehindertenrechts besteht eine Anzeigepflicht nur auf Aufforderung der zuständigen Agentur für Arbeit.

Die notwendigen Formulare sowie elektronische Berechnungshilfen sind im Internet unter www.rehadat-elan.de verfügbar. noInformationen über Zuschüsse unter bmas.de.

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