Schwannecke neuer ZDH-Generalsekretär - Konjunktur - deutsche handwerks zeitung

Konjunktur - 11.01.2010

Hanns-Ebernhard Schleyer geht in Ruhestand

Schwannecke neuer ZDH-Generalsekretär

Das deutsche Handwerk hat einen neuen Generalsekretär: Holger Schwannecke löst Hanns-Eberhard Schleyer ab. Als ein Ziel seiner künftigen Tätigkeit nennt Schwannecke, den "Mittelstand in den Mittelpunkt der Politik" zu rücken.

Holger Schwannecke arbeitet seit dem 1. Januar 2010 als ZDH-Generalsekretär für die Interessenten der Handwerker. Foto: ZDH/Stegner

"Gesetze müssen sich künftig am Mittelstand ausrichten", ist Schwanneckes Überzeugung, "schließlich stellt er mehr als 95 Prozent der Betriebe und die Mehrheit der Beschäftigten". Als weitere Schwerpunkte nennt er die Bildungs-, Sozial- und Tarifpolitik. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung wies der neue ZDH-Generalsekretär auf einen Lehrlingsmangel in Deutschland hin: "Unsere Betriebe konnten 2009 knapp 10.000 Lehrstellen nicht besetzen. Das dürfte 2010 ähnlich sein – auch wenn die Zahl der Ausbildungsplätze insgesamt sicherlich sinken wird." Das Handwerk stelle zudem seit Jahren fest, dass immer mehr Schulabgänger nicht die nötigen Grundkenntnisse mitbrächten, sagte Schwannecke: "Einige haben Schwierigkeiten beim Rechnen und Schreiben. Anderen fällt es schon schwer, morgens pünktlich zur Arbeit zu kommen. Und einige wollen offensichtlich gar keine Ausbildung machen. Ihnen fehlt die Motivation."

Keine massive Entlassungswelle

Für 2010 rechnet der ZDH-Generalsekretär nicht mit einer massiven Entlassungswelle in den Handwerksbetrieben. "Das Handwerk hat die Wirtschaftskrise bisher wesentlich besser überstanden als andere Branchen. 2009 sind 60.000 Jobs verloren gegangen – das ist vergleichsweise wenig. Für 2010 rechnen wir mit einer Stabilisierung."

Gemeinsam mit ZDH-Präsident Otto Kentzler betont Schwannecke: "Die Betriebe sollen uns ruhig fordern. Der ZDH und seine Mitgliedsorganisationen verstehen sich als ihre Dienstleister!“

pc/ddp

 
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