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Leitfaden vom Umweltbundesamt Schimmelbefall in Gebäuden effektiv bekämpfen

Feuchte Wände und ein unangenehmer Geruch im Raum: Bei Schimmelbefall heißt es handeln. Das Umweltbundesamt hat einen Schimmelleitfaden erstellt. Dieser richtet sich auch an Handwerksbetriebe.

Vom Umweltbundesamt gibt es einen Entwurf zum neuen Schimmelleitfaden, der die bisherigen aus 2002 und 2005 ersetzt. Er richtet sich unter anderem an Handwerksunternehmen, die Schimmel erkennen, bewerten und Sanierungskonzepte erarbeiten.

Der Leitfäden soll dabei helfen, bundesweit einheitliche Empfehlungen für die Ursachensuche, Erfassung, Bewertung und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen zu geben und so Schimmelbefall effektiv zu bekämpfen.

Differenzierte Betrachtung von Schimmelpilzbefall

Außerdem hat das Umweltbundesamt dem neuen Leitfaden sogenannte Nutzungsklassen hinzugefügt. Diese verdeutlichen, dass in Wohnräumen andere Anforderungen gelten, als beispielsweise in Garagen.

Darüber hinaus gibt es Empfehlungen, wann befallene Bauteile entfernt werden müssen und wann es reicht sie abzuschotten. Zudem wird darüber informiert, wann es sinnvoll ist, Biozide einzusetzen.

Die Tipps gelten auch für Büro- oder sonstige Räume mit dauerhafter oder eingeschränkter Nutzung, aber nicht für Großküchen, Räume für die Gastronomie, Lebensmittelbetriebe und Krankenhäuser sowie produktionstechnisch mit Mikroorganismen belastete Arbeitsplätze.

Schimmelleitfaden im Überblick: vorbeugen, erfassen, sanieren

  • "Grundsätzliches: Schimmelschaden und Schimmelpilze“: Definition der im Leitfaden verwendeten Begriffe und Grundsätzliches zu Schimmelpilzen und deren Wachstumsbedingungen.
  • "Wirkungen von Schimmel auf die Gesundheit des Menschen“: Beschreibung der möglichen gesundheitlichen Auswirkungen und Risiken bei Schimmelbefall in Innenräumen.
  • "Ursachen für Schimmelwachstum in Gebäuden“: Beschreibung der für den Schimmelwachstum maßgeblichen Parameter Feuchte und Temperatur.
  • "Vorbeugende Maßnahmen gegen Schimmelbefall“: Was der Raumnutzer selbst zur Schimmelvermeidung beitragen kann.
  • "Schimmelbefall erkennen, erfassen und bewerten“: Wichtige Punkte bei der Ortsbegehung und beim Nachweis von Schimmel in der Luft und im Material; Verweis auf Normen und Richtlinien.
  • "Maßnahmen im Schadensfall“: Was zu tun ist, wenn Schimmelbefall vorliegt; Unterscheidung in Maßnahmen, die die Raumnutzer selbst ergreifen können und solchen, die Fachfirmen vorbehalten bleiben; Darstellung der Vorsichtmaßnahmen, die aus Arbeitsschutzsicht zu beachten sind.

Rückmeldung zum Schimmelleitfaden erwünscht

Den Entwurf des Leitfadens hat das Umweltbundesamt zur öffentlichen Diskussion online gestellt. Für Änderungsvorschläge und Hinweise, die den Schimmelleitfaden betreffen, stellt die Behörde ein Formblatt zu Verfügung. dhz

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