Der vorgestellte Referentenentwurf für ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist nach Überzeugung der Handwerkskammer Erfurt geeignet, die noch sehr labile konjunkturelle Entwicklung zu stützen. Daher findet der Entwurf In vielen Punkten die Unterstützung des Handwerks.
Hauptgeschäftsführer Thomas Malcherek sieht vor allem in den geplanten Korrekturen im Bereich der Unternehmensbesteuererung und im Erbschaftsrecht einen richtigen Schritt. Damit würden die Krisen verschärfender Elemente der Unternehmenssteuerreform und des Erbschaftsteuerrechts gemildert und die Lage der Unternehmen verbessert. Vor allem die Einführung eines Wahlrechts zur Abzugsfähigkeit von geringwertigen Wirtschaftsgütern und die Heraufsetzung des Lohnsummenkriteriums auf Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten bei der Erbschaftssteuer seien wichtige Entscheidungen für die Unterstützung der Handwerksbetriebe.
Die vorgesehene steuerliche Entlastung von Familien sei ebenfalls ein wichtiges Signal für die große Zahl von Familienunternehmen des Handwerks.
Die Bundesregierung dürfe hier aber nicht stehenbleiben, betont Malcherek. Die Wirtschaft brauche zusätzlich eine weiter gehende Entlastung beispielsweise bei der Besteuerung von Zinsen, Pachten und Leasinggebühren, denn die Besteuerung der Substanz gefährde vielfach den Bestand der Betriebe.
In vielen Punkten des Entwurfs folge man den Appellen des Handwerks, zeigt sich der Hauptgeschäftsführer zufrieden.
Kopf der Woche
Der CDU-Politiker Peter Altmaier ist diese Woche als neuer Bundesumweltminister vereidigt worden. Der 53-Jährige ist siebter Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - ihn erwarten komplexe Aufgaben mit mehreren Unbekannten.