Rhein: Keine Sicherheitsgefährdung wegen Datenpanne am Flughafen - Konjunktur - deutsche handwerks zeitung

Konjunktur - 22.05.2011

Hessens Innenminister hält den Vorfall für nicht dramatisch

Rhein: Keine Sicherheitsgefährdung wegen Datenpanne am Flughafen

Eine Datenpanne bei der Überprüfung von Mitarbeitern am Frankfurter Flughafen hat nach den Worten von Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) nicht die Sicherheit gefährdet. "Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Sicherheit vor dem Hintergrund der Bedrohungslage des islamistischen Terrorismus - oder anderer Vorfälle den Staatsschutz betreffend", sagte er am Sonntag in Wiesbaden.

Foto: dapd

Frankfurt/Main (dapd). Eine Datenpanne bei der Überprüfung von Mitarbeitern am Frankfurter Flughafen hat nach den Worten von Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) nicht die Sicherheit gefährdet. "Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Sicherheit vor dem Hintergrund der Bedrohungslage des islamistischen Terrorismus - oder anderer Vorfälle den Staatsschutz betreffend", sagte er am Sonntag in Wiesbaden.

Rhein bestätigte den technischen Fehler. Von etwa 1,2 Millionen Datensätzen seien rund 10.000 dem zuständigen Frankfurter Polizeipräsidium zwar übermittelt, im dortigen Computersystem jedoch nicht angezeigt worden. Der Innenminister sprach von einer Panne bei der sogenannten Nachberichtspflicht. Dabei würden die Datensätze der bereits auf die Zuverlässigkeit überprüften Personen mehrmals im Jahr automatisch erneut überprüft.

Personal zu Bearbeitung verdoppelt

Rhein betonte, dass Personen, die Zutritt zum Sicherheitsbereich des Flughafens hätten, überprüft seien. "Hier gibt es keine Probleme und auch keine Defizite." Auch die technischen Probleme in dem anderen Bereich seien behoben, der Vorfall "genauestens aufgearbeitet".

Der Minister kündigte eine interne Prüfung der Informationswege an. Die Verantwortlichen beim Polizeipräsidium Frankfurt hätten das Ministerium erst zu einem späten Zeitpunkt über das Problem unterrichtet. Das sei bedauerlich.

Das Landespolizeipräsidium erfuhr den Angaben zufolge erstmals am 9. Mai 2011 von dem Datenstau. Daraufhin sei unter anderem das Personal verdoppelt worden, das für die Bearbeitung der Daten zuständig ist. Zudem werde ein engeres Kontrollsystem zur Bearbeitung der Datensätze geprüft, um künftig ähnlichen Pannen vorzubeugen, sagte Rhein.

dapd

 
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