Repp: Der Meisterbrief verknüpft Qualität und Qualifizierung - Wiesbaden - deutsche handwerks zeitung

Wiesbaden - 01.01.2005

Meisterbriefe für 359 Jungmeister

Repp: Der Meisterbrief verknüpft Qualität und Qualifizierung

Die Handwerkskammer Wiesbaden hat 359 Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern des Prüfungsjahrgangs 2009 im Wiesbadener Kurhaus ihre Meisterbriefe überreicht.

Im Wiesbadener Kurhaus erhielten 359 Jungmeister ihre Meisterbriefe. Zwölf Jungmeisterinnen und Jungmeister wurden als Jahrgangsbeste geehrt. Foto: HWK

Staatsminister Michael Boddenberg, Kammerpräsident Klaus Repp und Hauptgeschäftsführer Harald Brandes zeichneten zudem 12 Jahrgangsbeste aus.

Der Werbe-Spot war am 16. Januar nicht nur der Auftakt zur Imagekampagne des deutschen Handwerks, er stimmte auch die rund 1.000 Gäste im Wiesbadener Kurhaus auf die diesjährige Meisterfeier ein. Kammerpräsident Klaus Repp unterstrich, dass die Imagekampagne die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks nachdrücklich unterstreichen und ins Bewusstsein rufen solle. "Sie soll aber auch das Vertrauen unserer Kunden in die Leistungsfähigkeit des Handwerks stärken", so Repp. Deshalb praktiziere das Handwerk seit Jahrhunderten das Prinzip der Qualität, die aus Qualifizierung entstehe. Die Jungmeisterinnen und Jungmeister passten genau in diese Wertewelt, weil sie genau diesen Weg gegangen seien. Repp machte deutlich: "Der Meisterbrief ist das Qualitätssiegel des Handwerks. Er ist unser Garantieversprechen an unsere Kunden. Er ist die Basis für die Selbstständigkeit, für Verantwortung und Vertrauen."

Viel Aufwand, der sich lohnt

Der hessische Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Michael Boddenberg, weiß als einer der wenigen Politiker was es heißt, den Meisterbrief zu machen. Er ist gelernter Fleischermeister und weiß nach eigenen Angaben, dass der Weg zum Meister großen Aufwand, Verzicht auf Urlaub und finanzielle Belastungen bedeute. Aber dies lohne sich: "Sie haben umfängliche Kompetenz erworben", so Boddenberg. Die Meisterprüfung habe einen Stellenwert, den man immer wieder hervorheben müsse. Die hessische Landesregierung habe bereits 2004 den Meisterbrief mit dem Abitur gleichgestellt und es somit allen Handwerksmeistern ermöglicht, ein Hochschulstudium aufzunehmen.

In einer kleinen Talkrunde schilderten schließlich Friseurmeisterin und Weltpokalsiegerin Bernardette Sevivas Trindade aus Taunusstein-Wehen, Staatsminister Michael Boddenberg und der jahrgangsbeste Tischlermeister Alexander Börner aus Wiesbaden ihre persönliche Karriere mit dem Meisterbrief. Fazit: Die Karriere mit Lehre muss auch nach dem Meisterbrief nicht aufhören.

Seitens der Arbeitnehmerseite gratulierte Kammervizepräsident Andreas Brieske den Jungmeistern: "Führen und fördern Sie Ihre Mitarbeiter immer so, wie sie selbst es für sich gewünscht haben."

Unter hwk-wiesbaden.de ist in der Mediathek ein Film über die Meisterfeier zu sehen.

 
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