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Mitgliederversammlung in Stuttgart Rainer Reichhold ist neuer Präsident des BWHT

Rainer Reichhold (57) ist neuer Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT). Er wurde von der Mitgliederversammlung des Handwerkstages an die Spitze des Verbandes gewählt.

Der Elektroinstallateurmeister und Betriebswirt des Handwerks ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Elektro-Nürk GmbH in Nürtingen-Zizishausen. Den Familienbetrieb - Reichholds Mutter ist eine geborene Nürk - leitet er zusammen mit seinem Bruder in der dritten Generation.

Seit 2005 steht Reichhold an der Spitze der Handwerkskammer Region Stuttgart. Reichhold war von den acht Handwerkskammern im Land für das Amt des Präsidenten vorgeschlagen worden. Er folgt auf Joachim Möhrle, der nach zehnjähriger Amtszeit aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Am Festakt zum Amtswechsel am 15. Juli wird auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann teilnehmen.

Als BWHT-Vizepräsident wurde Dr. Harry Brambach (70) in seinem Amt bestätigt. Brambach war zuvor von der Mitgliederversammlung des Unternehmerverbands Handwerk Baden-Württemberg (UVH) erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Stellvertretender Vorsitzender in diesem Gremium ist der Landesinnungsmeister des Maler- und Lackiererhandwerks Baden-Württemberg, Thomas Schiek (50).

Große Herausforderungen

In seiner ersten Pressekonferenz als neu gewählter Landeshandwerkspräsident forderte Reichhold eine mutige Wirtschaftspolitik, die sich an kleinen und mittleren Unternehmen ausrichtet. Herausforderungen in seiner Amtszeit seien die Stärkung des Meisterbriefs, die Neuregelung der Erbschaftsteuer, die Weiterentwicklung der dualen Ausbildung, der Fachkräftemangel, die digitale Agenda sowie die Flüchtlingspolitik.

Insbesondere der Fachkräftemangel sei für die Zukunft eine große Herausforderung. "Um Fachkräfte zu halten, müssen wir attraktive Rahmenbedingungen im Handwerk schaffen", sagte Reichhold. Die Botschaft an die Betriebe müsse sein, dass man sich um die jungen Menschen bemühen müsse. Es sei eine gesellschaftliche Aufgabe, alle Jugendlichen in Lohn und Brot zu bringen.

Aber auch über Deutschlands Grenzen hinaus will der neue Landeshandwerkspräsident aktiv sein. "Man muss ganz klar sagen, dass auch das Handwerk international tätig ist." Daher sei ein wichtiger Punkt in seinem ersten Amtsjahr, so Reichhold, in Brüssel präsent zu sein, um auf europäische Entwicklungen, die das Handwerk betreffen, frühzeitig reagieren zu können. Auch die Arbeit von Handwerk International Baden-Württemberg müsse weiter ausgebaut werden.

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