Der Preisauftrieb in Deutschland hat im Februar nicht ganz so deutlich nachgelassen, wie bislang berichtet. Die deutschen Verbraucherpreise lagen laut dem Statistischen Bundesamt im Februar um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,4 Prozent und damit stärker als vorläufig mit plus 0,2 Prozent berichtet. Beobachter hatten die Aufwärtsrevision der Preisdaten allerdings erwartet, nachdem die fünf Statistischen Landesämter – auf deren Angaben die vorläufigen Zahlen beruhten – ihre Daten für Februar nach oben korrigieren mussten. Grund war eine landesweit fehlerhafte Erfassung von Kfz-Versicherungspreisen gewesen.
Die Preise für Energie insgesamt blieben im Februar gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil (plus 0,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen allerdings die Preise für Mineralölprodukte deutlich (plus 11,1 Prozent), auch Strom verteuerte sich binnen Jahresfrist (plus 3,4 Prozent). Gleichzeitig gingen jedoch die Preise für Gas (minus 19,6 Prozent) sowie für Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme (minus 12,9 Prozent) deutlich zurück.
"Insgesamt gleichen sich die gegensätzlichen Preisentwicklungen der Energieprodukte gegenüber dem Vorjahr fast aus", erklärten die Statistiker. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Teuerungsrate im Februar ebenfalls bei 0,6 Prozent gelegen.
Die Nahrungsmittelpreise lagen im Februar insgesamt trotz der seit November 2009 wieder steigenden Preise um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Auf Monatssicht wurden bei den saisonabhängigen Dienstleistungen vor allem Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (plus 10,1 Prozent) beobachtet. Bei den saisonabhängigen Waren erhöhten sich im Februar unter anderem die Preise für Gemüse (plus 5,8 Prozent) sowie für Bekleidung und Schuhe (plus 2,4 Prozent). Bei Energie war ein Preisrückgang (minus 0,8 Prozent) zu beobachten. Die Nahrungsmittelpreise stiegen gegenüber Januar nur leicht an (plus 0,3 Prozent).
ddp
Meinung
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