Erfurt -

Plasmaschneiden mit flüssigem Medium

Fachforum zum Technologietag am 17. September im BBZ

Nach wie vor besitzen die drei Trennverfahren Autogen, Plasma und Laser aufgrund der verfahrensspezifischen unterschiedlichen Anwendungsbereiche ihre Daseinsberechtigung und stehen heute nicht mehr im Wettbewerb zueinander.

Da jedoch in der Autogentechnik die Entwicklungspotenziale hinsichtlich des Einsatzgebietes weitestgehend ausgeschöpft sind und in der Plasmaschneidtechnik deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten bei deutlich geringeren Investitionskosten als in der Laserschneidtechnik realisiert werden können, kommt dem Plasmaschneidprozess im Handwerk eine wachsende Bedeutung zu.

Das Fachforum „Plasmaschneiden mit flüssigem Medium“ widmet sich diesem Thema während des Technologietages der Handwerkskammer am 17. September im BBZ. Vorgestellt wird unter anderem das Trennen von Stahl und Aluminiumblechen, Nahtvorbereitung und Demontage sowie Plasmaschneidsystem TransCut mit Plasmamedium auf Wasserbasis. Das Forum richtet sich vor allem an Metallbauer, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Feinwerkmechaniker, Kälteanlagenbauer, Landmaschinenmechaniker, Klempner, Behälter- und Apparatebauer.

Denn die Plasmaschneidtechnik ist vor allem für den Einsatz in den Branchen Klima- und Lüftungsbau, Kfz-Spenglereien/Karosseriebau, Industrieanlagen- und Rohrleitungsbau, Instandsetzung/ Reparatur, Montage und Demontage interessant. Zum Fachforum gehören Vorführung mit dem Plasmaschneidgerät TransCut und ein Vortrag der Firma Guttroff-Gase & Schweißtechnik Gotha.

Bisher war das Plasmaschneiden mit einigen Nachteilen behaftet. Nicht zuletzt sind herkömmliche Schneidverfahren aufgrund der notwendigen Druckluftversorgung in ihrer Mobilität eingeschränkt. Der hohe Stickstoffanteil im Plasmastrahl förderte zudem chemische Reaktionen an den erhitzten Schnittflächen und an den Werkstückoberflächen, die bei anschließend stattfindenden Schweißarbeiten zu Porenbildung führen konnten. Als innovatives Plasmaschneidverfahren ohne Druckluft, vermeidet TransCut diese Begleiterscheinungen und erlaubt zudem einen schadstoffärmeren Betrieb.

In Bleche aus Stahl, Aluminium oder hochlegiertem (Edel-)Stahl bis zu 6 mm Dicke kann der Nutzer Qualitätsschnitte setzen; Trennschnitte bis zu 10 mm Dicke sind möglich.

Der Unterschied zum mechanischen Trennschleifen ist wirtschaftlich und es können beliebig geformte „Schnittmuster“ erzeugt werden (Geradschnitte, Fasenschnitte bis 60°, Mehrfasenschnitte, Konturenschnitte, fliegendes Anschneiden, fliegendes Einstechen, Lochstechen, unterbrochene Schnitte), weniger Schnittflächennacharbeit, keine späneverschmutzte Arbeitsumgebung. Die Emissionen von bedenklichen Schadstoffen werden stark reduziert. Das Arbeitsplatzklima verbessert sich dadurch erheblich und gleichzeitig verringert TransCut den Metallfunkenflug sowie die Verschmutzung der Bauteile.

Interessierte Betriebe können sich bereits zum kostenlosen Fachforum am 17. September bei der Handwerkskammer Erfurt anmelden, Tel. 0361/6707-302

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