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Steuertipp Pauschalsteuer nach § 37b EStG für Incentive-Reisen

Incentive-Reisen sind ein gern genutztes Mittel zur Mitarbeitermotivation. Arbeitgeber sollten dabei beachten, dass derartige Belohnungsreisen lohnsteuerpflichtig sind. Bei Bewirtungskosten während Incentive-Reisen ist eine steuerliche Besonderheit zu beachten.

Lädt ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter als Dankeschön für erbrachte Leistungen auf einen mehrtägigen Trip nach Nizza ein, kann er für die dabei entstandenen Ausgaben die 30-prozentige Pauschalsteuer nach § 37b EStG ans Finanzamt abführen. Auf diese Weise kann der Mitarbeiter seine Belohnung genießen, ohne selbst Steuern ans Finanzamt zahlen zu müssen.

Vorsicht gilt bei den Bewirtungskosten: Normalerweise stellen Bewirtungskosten von Arbeitnehmern in voller Höhe Betriebsausgaben dar. Und für diese wird keine Lohnsteuer fällig. Diese Regelung gilt jedoch nur für eintägige Incentive-Reisen ohne Übernachtung.

Bei Incentive-Reisen mit mindestens einer Übernachtung wird auch für die Bewirtung des Arbeitnehmers Lohnsteuer fällig. Der Arbeitgeber muss die Ausgaben für Bewirtung bei Ermittlung der Pauschalsteuer nach § 37b EStG mit einbeziehen.

Steuertipp: Sie planen eine Incentive-Reise für Ihre Mitarbeiter und sind sich nicht ganz sicher, ob Sie lohnsteuerlich alles richtig machen? Dann sollten Sie beim Finanzamt anklopfen und um eine schriftliche Stellungnahme bitten. Diese Anrufungsauskunft des Finanzamts ist nach § 42e EStG gratis. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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