Unternehmensführung -

Bewerbung Online-Bewerbung hoch im Kurs

Die per Post verschickte Bewerbungsmappe wird immer mehr zum Auslaufmodell. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom bevorzugt nur noch jeder vierte Personalchef eine klassische Bewerbung.

Bewerbungsmappen werden nur noch von 27 Prozent der Unternehmen bevorzugt, so der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Mehr als doppelt so viele Personalchefs wünschen sich dagegen eine Bewerbung über das Internet. 58 Prozent gaben das an. Keine Präferenz hatten bei der Befragung nur 15 Prozent.

Die Online-Bewerbung hat kräftig an Bedeutung gewonnen. Seit der letzten Umfrage 2012 hat sich einiges verändert: damals waren es nur 40 Prozent, die Online-Bewerbungen wünschten. Etwa gleich viele (41 Prozent) gaben damals an, die postalische Variante zu bevorzugen. Die Angabe keiner Präferenz lag noch um zwei Prozent höher.

Auch Online zählt der erste Eindruck

„Bewerber sollten in die richtige Zusammenstellung ihrer Online-Unterlagen mindestens so viel Zeit investieren wie in die klassische Papier-Bewerbung, denn auch bei der digitalen Bewerbung zählt bereits der erste Eindruck“, so BITKOM-Geschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Unternehmen setzen dabei auf zwei Wege: E-Mail oder Online-Seiten. Jedes dritte Unternehmen (38 Prozent) wünscht die E-Mail-Variante, jedes Fünfte (20 Prozent) bietet Online-Lösungen.

Sollte man sich für die E-Mail-Lösung entscheiden, gibt es einiges zu beachten. Anschreiben und Foto sind nicht alles, denn auch eine seriöse E-Mail-Adresse spielt hier eine wichtige Rolle. Der Betreff der Nachricht sollte möglichst präzise sein und die Absicht der Nachricht, die offene Stelle und gegebenenfalls den Ort miteinbeziehen. Es sollten nicht zu viele einzelne Anhänge angebracht werden – Zeugnisse oder Arbeitsproben lassen sich etwa in einer ZIP-Datei zusammenfassen. Auch auf die Größe des Anhangs ist hier zu achten. Weitere Tipps finden Sie hier.

Befragt wurden 408 Personalverantwortliche bundesweit in Unternehmen aller Branchen ab 50 Beschäftigte. Die Umfrage ist damit repräsentativ. Für Handwerksbetriebe speziell gibt es bislang noch keine solche Erhebungen. jr

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