Olympia am Arbeitsplatz unerwünscht - Homepage - deutsche handwerks zeitung

Betrieb - 27.07.2012

Studie des Bitkom

Olympia am Arbeitsplatz unerwünscht

Die Olympischen Spiele in London sind ein mediales Großereignis. In Deutschland berichten die Fernsehsender ARD und ZDF zweieinhalb Wochen von den Wettkämpfen. Doch wollen und dürfen die Deutschen auch am Arbeitsplatz Olympia schauen?

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Olympia-Euphorie wird an den wenigsten Arbeitsplätzen aufkommen.

So viele Wettkämpfe wie nie zuvor werden von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF übertragen. Neben einem vollgepackten TV-Programm  von 260 Stunden Olympia werden zusätzlich knapp 600 Stunden an Livestreams in den Online-Portalen angeboten. Sportbegeisterte kommen  vom 27. Juli bis 12. August damit voll auf Ihre Kosten.

Eine Studie des Branchenverbandes Bitkom zeigt allerdings, dass insbesondere das Online-Angebot viel weniger genutzt werden könnte als von den Sendern erhofft. Nur vier Prozent der Angestellten wollen Olympia während der Arbeitszeit hin und wieder per Video-Live-Stream im Web schauen. 95 Prozent der Arbeitnehmer werden online keine Wettkämpfe am Arbeitsplatz ansehen. Der Hauptgrund: Den meisten (57 Prozent) ist es verboten, Video-Livestreams per Web zu schauen. Jeder Fünfte (20 Prozent) hat im Job keinen mit dem Internet verbunden Computer zur Verfügung. 28 Prozent interessieren sich nicht für Olympia.

Keine gesetzliche Regelung

In Deutschland gibt es kein Gesetz, das die private Internetnutzung am Arbeitsplatz regelt. Allein der Arbeitgeber entscheidet darüber. Arbeitnehmer sollten sich zur Sicherheit in der Personalabteilung nach entsprechenden Regelungen erkundigen. Bitkom rät Arbeitgebern, klare Regeln für die private Internetnutzung am Arbeitsplatz aufzustellen – etwa im Arbeitsvertrag, als Richtlinie oder Vereinbarung mit dem Betriebsrat.

 "Berufs- und Privatleben verschmelzen zunehmend miteinander", sagt Arne Gattermann, Arbeitsrechtsexperte des Bitkom. "88 Prozent der Arbeitnehmer sind auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten per E-Mail oder Handy erreichbar. Dies sollte auch umgekehrt bei der Frage der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz gewürdigt werden."

Für die Angaben zum Schauen der Olympischen Spiele per Internet-Livestream am Arbeitsplatz befragte das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bitkom 500 Berufstätige ab 14 Jahren. sg/Bitkom

 
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