Home
Merkzettel | Kunden-Service | Kontakt | Impressum | Media-Service
Nachrichten aus der Region
Baden-Württemberg
Bayern
Hessen
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
DHZ aktuellNewsletter
Keine wichtige Handwerks-
Meldung verpassen !
Ihr kostenloser Newsletter >
Den kostenlosen Newsletter DHZ aktuell abonnieren:
Anzeigenmarkt
Suchen, finden und werben Sie jetzt auf www.dhz-anzeigenmarkt.de
Inserat aufgeben
Downloads
Beschäftigung von Schülern und Studenten 2010
Schnellcheck zur kundenfokussierten Mitarbeiterführung
Auswirkungen der Änderungen auf die Handelsbilanz
weitere Downloads >
Nützlich Nützlich!
Außenstände - sicher und günstig zu Geld kommen
Branchensoftware
Heiz- und Stromkosten sparen mit dem Energiesparratgeber
Buchtipps Buchtipps
Marketing-1x1 für Handwerksbetriebe
Verspannen von Teppichböden
Farbveränderungen im Blick
Termine Termine
FAHOBA.kreativ
ALLGÄUER FESTWOCHE
INTERNATIONALE HOLZMESSE
weitere Termine >
Content-Management by InterRed

großes Bild
Will im Bundesrat Korrekturen erreichen: Peter Müller (CDU). Foto: ddp
Antidiskriminierungsgesetz
Kritik aus Parteien und Wirtschaft
Trotz Zustimmung der CDU-Führung zum geplanten Antidiskriminierungsgesetz lassen die Kritiker in der Partei nicht locker. Die unionsregierten Länder würden im Bundesrat auf Korrekturen dringen, sagte der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU). Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erhebt heftige Kritik. Es habe eine klare Zusage von Schwarz-Rot gegeben, künftig alle EU-Vorgaben Eins zu Eins umzusetzen, sagte ZDH-Präsident Otto Kentzler der Chemnitzer „Freien Presse” (Dienstagausgabe). Wenn jetzt draufgesattelt werde, sei das kein positives Signal.

Der Minister für Bundesangelegenheiten in Nordrhein-Westfalen, Michael Breuer (CDU), kündigte Widerstand im Bundesrat an. Während der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie das Handwerk ebenfalls Korrekturen anmahnten, warnte der Sozialverband VdK vor einem solchen Schritt.


Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) wies die Kritik derweil zurück. VdK-Präsident Walter Hirrlinger betonte: „Wenn man 20 Millionen Rentnern und acht Millionen Behinderten Rechte verweigern will, hilft nur eine Abstrafung mit dem Stimmzettel.” Das Gesetz sei lange überfällig und dürfe nicht wieder scheitern.


Dicke bürokratische Kröten

Sachsens Justizminister Geert Mackenroth (CDU) kritisierte, das Gesetz gehe über die Vorgaben der EU hinaus. „Die Aufnahme zusätzlicher Diskriminierungsmerkmale im allgemeinen Vertragsrecht und die Antidiskriminierungsstelle sind und bleiben aber dicke bürokratische Kröten, die nur schwer verdaulich sind”, sagte er. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) geht dagegen davon aus, dass das vereinbarte Gesetz die Mehrheit im Bundesrat finden wird. „Wir müssen mit dem Kompromiss leben, auch wenn der Union ein anderes Gesetz lieber gewesen wäre”, unterstrich Althaus. Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in Nordrhein-Westfalen, Michael Breuer (CDU), setzt darauf, „dass sich unsere Sachargumente in Bundestag und Bundesrat noch durchsetzen und wir an der einen oder anderen Stelle zu Veränderungen kommen können."


DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte: „Der Entwurf belastet die Unternehmen mit unangemessener Regulierung und einem erheblichen Maß an Rechtsunsicherheit. So sei „nicht akzeptabel”, dass Gewerkschaften und Betriebsräten bei Verstoß des Arbeitgebers gegen die arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsätze ein eigenständiges Klagerecht eingeräumt werden solle.


Zusätzliche Belastung für kleinere Betriebe

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, beklagte zusätzliche Belastungen kleinerer Betriebe durch das Gesetz. Schon die Brüsseler Vorgaben zu dem Gesetz bedeuteten für die kleinen Handwerksunternehmen zusätzlich Bürokratie. „Eine Ausweitung ist nicht hinnehmbar.”


Baden-Württemberg will Zustimmung verweigern

Der FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, sie betreibe eine rot-grüne Politik in schwarz-roter Farbe. Jeder Satz, mit dem die CDU-Chefin das Gesetz einst kritisiert habe, sei weiterhin gültig. Der designierte stellvertretende Ministerpräsident in Baden-Württemberg, Ulrich Goll (FDP), kündigte an, sein Land werde dem Gesetzentwurf im Bundesrat nicht zustimmen. Darauf hätte sich die schwarz-gelbe Koalition in Stuttgart geeinigt. Ein Draufsatteln auf Vorgaben der EU sei mit den Liberalen nicht zu machen.


Zypries verteidigt Gesetzentwurf

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) wies die Kritik zurück. Im Arbeitsrecht würden die EU-Richtlinien eins zu eins umgesetzt. „Im Zivilrecht wollen wir den Schutz erweitern, weil es uns nicht vertretbar erscheint, beispielsweise die Diskriminierung wegen des Geschlechts zu sanktionieren, nicht aber die wegen Alters oder Behinderung”, unterstrich die Ministerin.


Quelle: ddp


erstellt am 09.05.2006
von  Patrick Choinowski
Aktuelle Nachrichten
Solidaritätszuschlag abschaffen?
Für oder gegen die Abschaffung des Solidaritätszuschlag? Karl-Heinz Däke, Präsident des Steuerzahlerbundes und Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) nehmen für die 'DHZ' Stellung. mehr >
Themenpakete
Vorsteuer und Rechnung
Bei Betriebsprüfungen und Umsatzsteuersonderprüfungen des Finanzamts fallen bei den Eingangsrechnungen von Handwerksbetrieben häufig Steuernachzahlungen an. Denn viele... mehr >
Nachrichten aus der DHZ
Doppelbelastung droht
Die Bundesregierung will mit der 5. Novelle der Verpackungsverordnung EU-Recht in nationales Recht umsetzen. Künftig sollen die Unternehmen alle Verkaufsverpackungen dokumentieren und für ihre... mehr >