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"Erst preist man das Holz als umweltfreundlichen Rohstoff an und schickt die Leute zum Sammeln in den Wald - und jetzt drohen den Bürgern teure Nachrüstungen", sagte Sander. "Gabriels Kamin-Verordnung gehört selbst in den Ofen." Sander hält die vom Bundesumweltministerium vorgeschlagene Nachrüstung – den Rußfilter für Kaminöfen – für unsozial und unpraktikabel. Der Verband der Hauseigentümer Haus und Grund warnte vor immer neuen Klimaschutz-Gängelungen, die die Bürger überfordern. Verbands-Generalsekretär Andreas Stücke forderte von der Politik einen verlässlichen Fahrplan. "Die Frage, wie man Feinstaub reduziert, stellt sich natürlich. Aber es kann nicht sein, dass jetzt auf die Eigentümer des Gebäudebestandes in Deutschland Milliardenverpflichtungen zukommen", kritisierte Stücke in der "Leipziger Volkszeitung".
Bogen überspannt
Stücke nannte es "absurd", dass erst Pelletheizungen gefördert und jetzt mit der teuren Nachrüstung bestraft werden sollen. "Da muss einmal geklärt werden, wo die Belastungsgrenze liegt. Wir sehen die Gefahr, dass die Bundesregierung langsam den Bogen überspannt." Würde die Hauseigentümer die ganze Wucht des Klimaschutzprogramms treffen, würde auch die Bereitschaft in Wohneigentum zu investieren weiter sinken.
Hinzu käme noch der bürokratische Aufwand, der einer verordneten Filternachrüstung folgt. Der Verband setzt dagegen auf freiwillige Lösungen und einen freien Marktwettbewerb der Systeme bei der erneuerbaren Energien. "Wenn wir sehen, wie bislang Hauseigentümer freiwillig auf erneuerbare Energien umgerüstet haben, dann können wir uns die Pflichtvorgabe von Gabriel schenken. Das Ziel würden wir auch freiwillig schaffen, der Sinn des Erneuerbare Energie- und Wärmegesetzes erschließt sich so nicht mehr", unterstrich Stücke.
ddp
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