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HHT-Präsident Bernd Ehinger zufolge schloss das Jahr mit 68,2 Prozent mindestens zufriedener handwerklicher Betriebsinhaber. "Mit diesem Ergebnis wurde der Stand des Jahres 2008 zwar um fünf Prozentpunkte verfehlt, das diesjährige Ergebnis liegt allerdings noch über dem langjährigen Mittel der letzten 10 Jahre von 66,1 Prozentpunkten", so Ehinger. Die Abkühlung sei recht gedämpft verlaufen und in den Handwerksgruppen sehr unterschiedlich. Bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (Metallbau, Elektromaschinenbau) sagen nur noch gut 60 Prozent der Betriebsinhaber, dass ihre Betriebe mindestens zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Das Kfz-Handwerk habe vom Strohfeuer "Abwrackprämie" nicht viel gehabt. Nur gut jeder zweite Kfz-Betrieb (52,1 Prozent) gab an, dass 2009 ein gutes bzw. zufriedenstellendes Jahr war. Demgegenüber verlief die Entwicklung in den Ausbauhandwerken positiv. Über drei Viertel (77,5 Prozent) der Betriebe dieser Gruppe seien mindestens zufrieden.
Nur leichter Rückgang im handwerklichen Arbeitsmarkt
Der handwerkliche Arbeitsmarkt habe sich 2009 relativ stabil gezeigt. In den meisten Betrieben (82,5 Prozent) blieb die Mitarbeiterzahl konstant. Insgesamt verzeichnet das hessische Handwerk einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent (Minus 1.700 Beschäftigte). In den mehr als 70.000 hessischen Handwerksbetrieben arbeiten rund 350.000 Beschäftigte. Die Ausbildungsstellensituation im hessischen Handwerk stelle sich im Vergleich zum Vorjahr etwas schlechter dar. Im Erhebungszeitraum 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 sei ein Minus von 6,1 Prozent bei den neu eingetragenen Lehrverträgen verzeichnen. Dies entspreche einem absoluten Rückgang von 672 Lehrverträgen auf eine Gesamtzahl an neu eingetragenen Lehrverträgen von 10.411.
Verhaltener Optimismus für das Jahr 2010
Die Erwartungen der Handwerksbetriebe zur weiteren Geschäftslageentwicklung sind angesichts einer sich langsam erholenden Gesamtwirtschaft verhalten optimistisch. Das Auslaufen der Umweltprämie und wahrscheinlich steigende Arbeitslosigkeit könnte die Nachfrage der Verbraucher dämpfen. Andererseits tragen die Konjunkturpakete des Bundes und des Landes stabilisierend zur handwerklichen Konjunktur bei und die Diskussion um steuerliche Erleichterungen nähren die Hoffnung auf größere Konsummöglichkeiten privater Kunden. Für 2010 hofft das Handwerk, seinen jetzt erreichten Personalbestand stabil halten zu können.
Viele Ausbildungsbetriebe stellen mit Sorge fest, dass Schülerinnen und Schüler kaum auf die Zeit nach der Schule vorbereitet sind. "Aus unserer Sicht muss Berufsorientierung in allen Fächern des Unterrichts an den Schulen verankert sein, um die Vielfalt der mehr als 120 Ausbildungsberufe zu vermitteln", äußerte sich HHT-Vizepräsident Hans-Werner Schech. Sinnvoll seien zudem Partnerschaften zwischen Schulen und Ausbildungsbetrieben. Sie sollten als Rückgrat der Berufsorientierung ausgebaut werden.
Handwerksbetriebe klagen über Liquiditätsklemme
HHT-Geschäftsführer Harald Brandes wies darauf hin, dass viele kleinere Betriebe sich derzeit in einer Liquiditätsklemme befänden, da zur Zeit auf der einen Seite oft die Lieferantenkredite reduziert würden und auf der anderen Seite die Zahlungsmoral der Kunden rückläufig sei. Genau an diesem Punkt setze der geplante Handwerksfonds der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen an. "Der Fonds ist aus unserer Sicht ein richtiges Instrument zur rechten Zeit zur dringend notwendigen Verbesserung der Liquiditätssituation der kleinen und mittleren Handwerksbetriebe und sollte möglichstzügig aufgelegt werden", so Brandes.
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