München und Oberbayern -

Nach der Lehre zurück nach Rosenheim

Ungarische Friseurlehrlinge sammelten Berufserfahrung in oberbayerischen Betrieben

Neue Arbeitstechniken und Produkte kennenlernen, Sprachkenntnisse verbessern, Auslandskontakte knüpfen - Gründe gab es für die zwölf ungarischen Friseurlehrlinge genug, an einem vierwöchigen Austausch zwischen ihrer Budapester Berufsschule und dem Rosenheimer Bildungszentrum der Handwerkskammer teilzunehmen. Ermöglicht wurde der Besuch durch eine Stiftung. Während des Aufenthalts absolvierten sie ein dreiwöchiges Betriebspraktikum in Friseursalons der Region Rosenheim. Abgerundet wurde der Austausch von einer Schulungswoche im Bildungszentrum Rosenheim, während der sie von Ausbildungsmeisterin Arzu Landsmann betreut wurden. Dort lernten sie u.a. den Umgang mit Farben, typgerechtes Schminken und kunstvolle Hochsteckfrisuren.

Die Begrüßung in den Friseursalons sei sehr herzlich gewesen. „Wir wurden sofort ins Team integriert“, berichtete Sultan, der normalerweise in einem renommierten Budapester Salon lernt. Begeistert zeigten sich die ungarischen Auszubildenden vom Fachwissen deutscher Friseure beim Kolorieren. Eingefädelt wurde der Austausch von Erzsebet Telek und Eva Szilasi, Lehrerinnen an der Berufsschule „Königin Elisabeth“ in Budapest.

Mobilitätsberaterin unterstützt

Beide stehen bereits seit einigen Jahren mit Max Stadler, Abteilungsleiter Bildungszentren der Handwerkskammer, über ein Mobilitätsprogramm für Berufsschulen der Budapester Tempus-Stiftung in Kontakt. „Der Austausch fördert die Selbstständigkeit der Jugendlichen und eröffnet ihnen neue Wege für ihre berufliche Zukunft. Sie haben in den Betrieben viel dazugelernt, konnten aber auch ihr eigenes Wissen gewinnbringend einsetzen“, betonte Telek. Zwei Lehrlinge erhielten von ihren Gastbetrieben sogar ein Angebot für eine Beschäftigung. Für Sultan ist daher klar: „Nach meiner Ausbildung möchte ich unbedingt noch einmal für ein paar Monate nach Rosenheim zurückkommen und in dem Salon arbeiten.“ Unterstützt wurde der Aufenthalt Mobilitätsberaterin Eva Priller. Sie ist Ansprechpartnerin für Lehrlinge aus Oberbayern, die ein Praktikum im Ausland absolvieren möchten, sowie für ausländische Auszubildende, die Erfahrungen in Deutschland sammeln möchten.

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