Mittelstand endlich entlasten - Baden-Württemberg - deutsche handwerks zeitung

Baden-Württemberg - Ausgabe 20/2009

Mittelstand endlich entlasten

Baden-Württemberg: Handwerkstag fordert konkrete Umsetzung ein

Der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT), Joachim Möhrle, forderte die neue Bundesregierung auf, jetzt auch tatsächlich umzusetzen, was CDU/CSU und FDP in ihren Wahlprogrammen vollmundig angekündigt hatten: „Handwerk und Mittelstand als zentrale stabilisierende Kraft im binnenwirtschaftlichen Raum müssen in den Fokus rücken.“

Die regionale Wirtschaft, die von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt ist, sorge für ökonomische und gesellschaftliche Stabilität, betonte Möhrle. Dies unterstrichen auch die aktuellen Umfragewerte des Handwerkstages zur Handwerkskonjunktur im 3. Quartal im Land. Das Ergebnis sei durchaus erfreulich. Mit Ausnahme der Betriebe für den gewerblichen Bedarf meldeten alle Gewerbegruppen positive Werte für die Lage im abgelaufenen Quartal und leiten daraus auch positive Erwartungen für das Jahresendquartal ab. Diesen Sektor gezielt zu stärken und strukturelle Wachstumsimpulse zu setzen, sei zwingendes Gebot für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik, sagte Möhrle. Die neue Bundesregierung müsse rasch die richtigen Entscheidungen treffen. Dazu gehöre die unmissverständliche Ablehnung von Steuer- und Abgabenerhöhungen. Korrekturen beim Einkommensteuertarif sowie bei der Unternehmen- und Erbschaftsteuerreform müssten schnell in Angriff genommen werden. Möhrle: „Wir werden die Parteien an ihren Worten messen und erwarten weitere Entlastungen des Mittelstandes.“ Schließlich sei dieses Bekenntnis zum Mittelstand mit Sicherheit auch einer der Gründe für den Wahlerfolg gewesen.eh

 
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