10. Sächsischer Maler- und Lackierertag
Auf den Spuren der Geschichte: Als sich etwa 150 sächsischer Maler und Lackierer am 6. März zu ihrem 10. Sächsischen Maler- und Lackierertag in Weinböhla trafen, war dies auch eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. 1990 hatte sich der sächsische Fachverband Farbe-Gestaltung-Bautenschutz in der tausendjährigen Stadt Meißen gegründet. Nun sollte es im 20. Verbandsjahr aber nicht nur um einen Rückblick, sondern vielmehr darum gehen, Impulse für die Zukunft zu setzen. Dass dabei Klima- und Bautenschutz ebenso auf der Tagesordnung standen wie Farbtrends und im Tapeten-Workshop praktische Beispiele, ist sonnenklar. Darüber hinaus diskutierten die Verbandsmitglieder die konjunkturelle Lage im Handwerk, die Einführung des elektronischen Entgeltnachweises (ELENA) und die Erhöhung der Insolvenzgeldumlage. Aber auch an den Themen Handwerksorganisation und Innungsfusion kam man nicht vorbei. Der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich, betonte dazu in seiner Rede: „Um die Innungen und Verbände als Sprachrohr der Handwerksbetriebe zu erhalten, sind neue Ideen zur Gewinnung von Mitgliedern gefragt. Nur gut aufgestellte Innungen können die Interessen ihrer Mitglieder auch entsprechend vertreten. Deshalb darf das Thema Innungsfusion kein Tabuthema sein. Aber es gilt: Zusammenschlüsse können nur auf freiwilliger Basis und mit Augenmaß funktionieren.“
Die Vertreter des Maler- und Lackiererhandwerks nutzten den Verbandstag auch, um ihre Forderungen gegenüber der Politik zu artikulieren. Ihr Hauptanliegen war dabei der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen. So würde die Besteuerung der handwerklichen Arbeitsleistung zwischen 6 und 9 Prozent sofort und direkt beim Verbraucher ankommen, ganz nebenbei die Binnenkonjunktur ankurbeln und die Schwarzarbeit eindämmen. Mit dem Präsidenten des Landeskriminalamtes Sachsen, Paul Scholz, diskutierten die Handwerker über die Sicherheit in Sachsen.
Den gelungenen Branchentreff rundete ein festlicher Abschlussabend ab.
Kopf der Woche
Der CDU-Politiker Peter Altmaier ist diese Woche als neuer Bundesumweltminister vereidigt worden. Der 53-Jährige ist siebter Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - ihn erwarten komplexe Aufgaben mit mehreren Unbekannten.