Als "Stellschraube im Unternehmen" bezeichnet Marketingexpertin Claudia Schimkowski den Schriftverkehr mit dem Kunden. Er ist besonders wichtig für die Außenwirkung eines Betriebs und entscheidet mit darüber, ob Sie einen Auftrag bekommen oder nicht.
Erfolgreiche Geschäftsbriefe sollten deshalb nach dem Sandwichprinzip aufgebaut sein. Beginnen Sie mit einer freundlichen, persönlichen Einleitung (quasi der oberen Brötchenhälfte), die den Anlass Ihres Schreibens klärt und das Interesse des Lesers weckt. Danach folgt der Hauptteil (also der Belag des Sandwiches), der das eigentliche Angebot erklärt und alle wesentlichen Informationen enthält. Beenden sollten Sie den Brief sowohl mit einigen allgemeinen Worten zum Thema als auch mit einer persönlichen Empfehlung für den Kunden (die Basis des Sandwiches und ihres Anschreibens).
Einzelne Textbausteine Ihrer Geschäftsbriefe, Ihrer Angebotsschreiben, Ihres Firmenprospekts oder Ihrer Internetseite können Sie dabei als universelle Vorlage erstellen. Hierzu zählen beispielsweise mögliche Werbeslogans des Betriebs als Dachzeile der Schriftstücke, Briefkopf, Begrüßung, Abschlusstext und Abschiedsformel. Je nach Anlass und Adressat sollten diese jedoch aktualisiert oder angepasst werden.
Auch aktuelle Themen oder Probleme, für die die potenziellen Kunden Lösungen benötigen, können Teil der Einleitung werden. Genau diese müssen jedoch individuell und aktuell angepasst werden. Sie gehören nicht zu den festen Textbausteinen, können aber das Interesse für ihr Angebot wecken. Hier geht es darum, dem potenziellen Kunden zu vermitteln, welchen Nutzen Sie ihm bieten. Die Angebotstexte dürfen jedoch keine Fragen aufwerfen. Erklären Sie Ihrem Adressaten kurz und knapp, welche Leistungen Sie ihm bieten. Unter dem Motto "Wir sind immer für Sie da!" sollten Sie dazu einen direkten Hinweis zu Ihren Kontaktdaten einfügen.
Den Stil Ihrer Texte sollten Sie so wählen, dass er sowohl zu Ihrem Unternehmen passt, als auch Ihre Zielgruppe anspricht. Eine professionelle und kundenorientierte Schreibweise richtet sich durch die Wortwahl und die Gestaltung des gesamten Textaufbaus an die Zielgruppe. Als junges Unternehmen mit junger Zielgruppe sollten Sie also eine moderne Sprache mit eher lockeren Begriffen wählen. Der Text sollte nicht zu ausführlich sein. Als besonders umweltbewusster Betrieb, der sich in der Region engagiert, können Sie auch Ihre Naturverbundenheit und dementsprechend damit zusammenhängende Begriffe in den Mittelpunkt rücken. Hier können auch Verweise auf wissenschaftliche Studien nützlich sein.
Dabei ist die persönliche Ansprache besonders wichtig. Stellen Sie auch im Geschäftsbrief ihren Gesprächspartner in den Mittelpunkt. "Jeder hört gerne seinen Namen und fühlt sich und seine Bedürfnisse damit ganz konkret angesprochen", erläutert Claudia Schimkowski. Am Ende sollte immer eine konkrete Handlungsaufforderung stehen. Das, was Sie mit dem Geschäftsbrief erreichen wollen, sollte nun ganz konkret angesprochen werden: "Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Rufen Sie uns gerne an!" oder: "Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit uns. Wir erstellen Ihr persönliches Angebot!" An dieser Stelle können Sie dem potenziellen Kunden auch mit speziellen Services – beispielsweise einem Frühbucherrabatt – zusätzliche Anreize geben, sich bei Ihnen zu melden.
Unter agentur-fuers-handwerk.de können Sie testen, ob Ihre Geschäftsbriefe noch Verbesserungspotenzial haben. Claudia Schimkowski hat hierzu eine Checkliste vorbereitet.
jtw
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