FritzGlock GmbH feiert Firmenjubiläum: In 80 Jahren mit Topprodukten und 1-a-Marketing zum Erfolg
Was haben die FritzGlock GmbH und Pinocchio gemeinsam? Na klar, beide können eine Erfolgsgeschichte im Tischlerhandwerk erzählen. Da lag es für die Tischlerei in Hermsdorf nahe, die alte Geschichte von Pinocchio in ihre Jubiläumsfeier im Juni einzubinden, obwohl das 80. Firmenjubiläum eigentlich im vergangenen Jahr hätte gefeiert werden können. „Uns fehlte in einem aufregenden Jahr 2009 ganz einfach die Zeit zum Feiern“, so Katrin Höfer, die gemeinsam mit ihrem Mann Sven die Geschicke des Unternehmens leitet.
Das Jubiläum sollte zu einer Benefizaktion zugunsten der Elterninitiative für krebskranke Kinder in Jena werden. So wurde die alte Tischlergeschichte von Pinocchio in einer neuen, zeitgenössischen Version gemeinsam mit den Kindern der Kindertagesstätte Kraftsdorf auf CD neu aufgenommen und zur Jubiläumsfeier ausgegeben. Der Erlös kann sich sehen lassen: Knapp 2.000 Euro kamen bisher für den guten Zweck zusammen. Für die Tischlerei FritzGlock GmbH ein weiterer Schritt, nicht nur an die eigene erfolgreiche Unternehmensgeschichte, sondern auch an die Sorgen anderer zu erinnern. Doch wie kam der Erfolg der Tischlerei zustande?
1929 von Urgroßvater Alwin Seidel als kleine Tischlerei in Kraftsdorf gegründet, führte Friedrich Glock den Betrieb nach dem 2. Weltkrieg als klassische Tischlerei weiter. Schränke, Betten und Särge standen zumeist auf der Auftragsliste. „Damals war es schwierig, da die Leute wenig Geld hatten“, kann sich Katrin Höfer an Erzählungen erinnern.
Als Fritz Glock 1966 nach der Meisterprüfung die Tischlerei übernahm, wollte er den Betrieb profilieren und spezialisieren, denn allein von Schränken und Särgen war es nicht möglich, die Familie zu ernähren. Und so erfolgte die Spezialisierung auf Fenster. Aufträge gab es zur Genüge. Doch aufgrund der Mangelwirtschaft war das Material knapp. Daran änderte sich nichts bis zur Wende im Jahr 1989.
„Für meinen Vater war es ein Schock, zu sehen, was es plötzlich alles für Möglichkeiten auf dem Fenstermarkt gab. Es stand die Entscheidung Schließung oder Investition an. Glücklicherweise hat sich die Familie für die Investition in neue moderne Maschinen entschieden. Das Geschäft boomte, wurden doch allerorten Fenster gebraucht und auch Material stand im Überfluss zur Verfügung.“
Bald schon reichten die Räume in Kraftsdorf nicht aus. Nach einer kurzen Zwischenlösung fiel 1997 die Entscheidung, einen Neubau an einem neuen Standort zu errichten. Nachdem Katrin und Sven Höfer den elterlichen Betrieb 1998 in nunmehr 4. Generation übernahmen, konnte im Juni 1999 im Gewerbegebiet in Hermsdorf die Neueröffnung der nun modernen und großzügigen Firmenräume gefeiert werden.
Um sich vom Markt abzuheben - immerhin gab und gibt es viele Anbieter herkömmlicher Holzfenster, entwickelte die Tischlerei Holz-Alu-Fenster - die seit dem Jahr 2003 unter der Markte „Twindows“ nicht nur in Deutschland ein Begriff sind.
Dank eines beispielhaften Marketings und einem mehrfach ausgezeichneten Internetauftritt wurden auch Kunden in Irland, England, der Schweiz, Rumänien, Russland und vielen weiteren Ländern auf die „Twindows“ aus Hermsdorf aufmerksam. „Das Internet und Empfehlungen, auch aus der Region, sind für uns bisher der Garant für die unternehmerischen Erfolg“, so Katrin Höfer.
Auf dem jetzigen Erfolg ausruhen kommt für die Höfers, die Arbeitgeber für 25 Mitarbeiter und ab August auch wieder Ausbilder für einen Tischlerlehrling sind, dennoch nicht in Frage. So wurden beispielsweise im Jahr 2008 insgesamt 700.000 Euro in neue Technik investiert, um künftig auch stärkere Profile über die gängigen 68 mm hinaus mittels CNC-Technik bearbeiten zu können. Ebenso gibt es genügend Ideen, die Produktpalette weiter auszubauen: Wintergärten in Holz-Alu-Konstruktion, Holz-Glas-Trennwandsysteme und vieles mehr liegen bereits im Ideenarchiv. Da braucht es der Tischlerei FritzGlock GmbH um die Zukunft nicht bange zu sein.
Und um abschließend noch einmal auf Pincocchio zurückzukommen: Die CD mit der Geschichte rund um den hölzernen kleinen Gesellen können Interessierte gegen eine kleine Spende zugunsten der Elterninitiative für krebskranke Kinder in Jena auch jetzt noch über die Internetseite der Tischlerei unter www.fritzglock.de beziehen.