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Marketing mit Handwerker-Blog Geld verdienen mit Handwerkswissen

Ob Schreiner, Mechatroniker oder Bäcker - Handwerksunternehmer verfügen über eine besondere Kompetenz in ihrem jeweiligen Fachbereich. In einem Handwerker-Blog haben sie die Möglichkeit, ihr Wissen zu verschiedenen Themen an ein breites Zielpublikum weiterzugeben. Im besten Fall kann sich hieraus eine zusätzliche Einnahmequelle entwickeln.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Social Media
Blog
Berichte aus dem Betrieb, Ideenfindung und Kontakte knüpfen mit potenziellen Neukunden: Der Blog ist so etwas wie das Tagebuch 2.0, aber öffentlich geführt und auf rege Beteiligung ausgerichtet. -

Handwerker, die Tagebuch führen und dabei noch die ganze Öffentlichkeit mitlesen lassen? Was sich im ersten Moment merkwürdig anhören mag, liegt voll im Trend. In sogenannten Weblogs (kurz Blogs) äußern Blogger meistens aus der Ich-Perspektive geschrieben ihre Gedanken, Wissen und Meinungen zu bestimmten Themen. Gerade Blogs mit sehr fachspezifischen Themen sind sehr gefragt und können sich teilweise über hohe Seitenzugriffe freuen. Hier finden Nutzer viel Wissenswertes über Themen, die in der üblichen Berichterstattung der Medien und in sozialen Netzwerken wie Facebook nur hin und wieder und häufig auch nur oberflächlich nachzulesen sind.

Bloggen mit Perspektive

Doch wie sieht das Blogger-Verhalten in Deutschland im Detail aus und lässt sich damit wirklich Geld verdienen? Diesen Fragen ist eine Studie der Firma rankseller nachgegangen. Für die repräsentative Auswertung wurden fast 2.500 Einzelbefragungen unter Bloggern durchgeführt.

Ein zentrales Ergebnis: Ein Blog ist zukunftsfähig und kann sich über mehrere Jahre erfolgreich betreiben lassen. Knapp jeder zweite befragte Blogger (45,8 Prozent) führt seine Seite schon bis zu drei Jahren. Jeder Vierte (26 Prozent) ist mit seinem Blog sogar schon über fünf Jahre aktiv. Um mit seinem Blog eine Leserschaft dauerhaft zu binden, kommt es vor allem auf die Aktualität der Einträge an. Im besten Fall sollte der Blogger seinen Besuchern jeden Tag das Gefühl geben, dass hier etwas passiert und er etwas Wichtiges verpassen könnte.

Mehr als ein Drittel der Befragten (35,3 Prozent) führt parallel sogar mehrere dieser Online-Tagebücher. Knapp zehn Prozent veröffentlichen 31 bis 50 Beiträge im Monat, bei jedem Vierten sind es bis zu zehn Einträge.

Einkünfte sollten für Handwerker zweitrangig sein

Der Großteil der Blogger ist dabei nicht mit dem Ziel gestartet damit Geld verdienen zu wollen, nur 38,2 Prozent gaben dies als Motivation an. Viele sehen das bloggen eher als ein Hobby, bei denen sie sich fundiert zu ihnen bekannten Themen äußern können und damit für andere Leser Nutzwerte schaffen. So kann der Blog die Bekanntheit eines Handwerkers fördern, sein Experten-Image für ein Fachgebiet stärken und ihm damit indirekt einen finanziellen Nutzen bringen.

Beachtliche 71 Prozent der Befragten verdienen aber tatsächlich direkt etwas mit ihrem Blog. In der Mehrheit (63,5 Prozent) handelt es sich dabei aber nur um einen Zuverdienst zum hauptamtlichen Beruf und liegt bei maximal 300 Euro im Monat. 13 Prozent der Blogger verdienen über 1.000 Euro im Monat und profitieren dabei von Kooperationen mit Unternehmen aus der Werbewirtschaft, die sich gerne im Umfeld des Blogs präsentieren möchten.

"Auch wenn die Blogs als journalistische Angebote immer noch nicht richtig ernst genommen werden, stellen wir fest, dass immer mehr Unternehmen sie für Werbekampagnen nutzen, um ohne Streuverluste ihre Zielgruppen zu erreichen. Dies kommt insbesondere Bloggern entgegen, die ihr Angebot gewerblich nutzen", erklärt Coskun Tuna, Gründerin von rankseller.  

Investitionen steigen

Die Investitionsbereitschaft in die betriebenen Blogs ist unter den Befragten allerdings noch nicht sehr hoch. Mehr als die Hälfte von Ihnen gibt weniger als 20 Euro im Monat für seine Online-Seite aus, knapp jeder Dritte lässt sich den Blog mehr als 50 Euro monatlich kosten.

Ein Invest von 20 Euro im Monat könnte perspektivisch zu wenig sein, meint Tuna. Es zeichne sich jedoch ab, dass die Blogger zunehmend wie Mikro-Verlage agieren, also beispielsweise auch Artikel und Marketing einkaufen, um ihr Webangebot bekannter zu machen.

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