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Jubiläum in Ludwigsfelde Mercedes-Benz baut seit 25 Jahren Sprinter in Ostdeutschland

Mercedes-Benz feiert das 25-jährige Bestehen seines Werks Ludwigsfelde in Brandenburg. Wo zu DDR-Zeiten der Lkw W50 gebaut wurde, rollen seit Februar 1991 Sprinter vom Band.

Nur vier Monate nach der Wiedervereinigung gründete die Treuhandanstalt zusammen mit der damaligen Daimler-Benz AG die Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde GmbH. Seither sind an dem Standort südlich von Berlin mehr als 660.000 Transporter gebaut worden. Im Jubiläumsjahr will das Unternehmen mehr als 50 Millionen Euro investieren, um die Produktion der nächsten Sprinter-Generation vorzubereiten.

Ludwigsfelde ist die einzige europäische Produktionsstätte des Mercedes-Benz Sprinter, in der die offenen Versionen (Pritschenwagen und Fahrgestelle) für unterschiedlichste Aufbauten wie Baustellenfahrzeuge, Reisemobile oder Krankenwagen gefertigt werden.

Das weltweit drittgrößte Transporterwerk von Daimler in Ludwigsfelde erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 540.000 Quadratmetern und eine Produktionsfläche von etwa 182.000 Quadratmetern. Im Werk sind rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 1991 haben dort 1.585 junge Menschen ihre Ausbildung absolviert. Damit ist das Werk einer der größten industriellen Arbeitgeber und Ausbilder in der Region Berlin-Brandenburg.

Aus VEB IFA wird Mercedes-Benz

Der politische Umbruch Ende der 80er Jahre brachte das damalige VEB IFA Kombinat Nutzfahrzeuge, das unter anderem den W50 in Ludwigsfelde produzierte, in wirtschaftliche Schieflage. Nachdem die Absatzmärkte in den ehemaligen Ostblockländern wegbrachen, musste die Produktion des Lkw-Werks ab Ende 1990 eingestellt werden. Das Werk stand vor dem Aus.

In dieser Phase entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit der damaligen Daimler-Benz AG, die am 1. Februar 1991 mit der Gründung der Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde GmbH festgeschrieben wurde. Bereits eine Woche später lief der erste Mercedes-Benz-Lkw vom Typ LN2 vom Band. Im selben Jahr folgte noch der Produktionsstart des Transporters LN1. Jeder fünfte heute noch aktive Mitarbeiter zählte bereits vor 25 Jahren zur Belegschaft in Ludwigsfelde.

Nachdem Daimler-Benz das Werk 1994 zu 100 Prozent übernommen hatte, ging zwei Jahre später der Transporter Vario in Serie. Im Jahr 2001 startete die Produktion des Vaneo. 2006 wurde Ludwigsfelde neben Düsseldorf zum zweiten Produktionsstandort des Sprinter in Deutschland. Mittlerweile ist Ludwigsfelde ausschließlich auf die Fertigung großer Transporter spezialisiert. ampnet/jri

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