Die Forderungen der Handwerksbranchen -

Bundestagswahl 2013: Forderungen des Schornsteinfegerhandwerks Meisterprüfung im Handwerk beibehalten

Das Schornsteinfegerhandwerk positioniert sich: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl am 22. September stellt der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks drei zentrale Forderungen an eine künftige Bundesregierung. Wichtig ist der Branche unter anderem, dass die Meisterprüfung erhalten bleibt.

Vor den Bundestagswahlen positioniert sich das Schornsteinfegerhandwerk. Drei zentrale Forderungen richten sich an eine neue Bundesregierung:

Den Großen Befähigungsnachweis (Meisterprüfung) beibehalten: Dieses bewährte Zertifikat und das hohe Niveau der Ausbildung garantieren eine kontinuierlich hohe Qualität der Handwerksdienstleistungen und Verbrauchersicherheit im europaweiten Wettbewerb.

Bereits seit längerem erfährt das duale Ausbildungsmodell große Anerkennung im Ausland. Viele europäische Nachbarstaaten blicken mit Neid auf die positive Beschäftigungssituation von Jugendlichen in Deutschland. Das Schornsteinfegerhandwerk setzt sich aktiv dafür ein, dass dieses erfolgreiche Aus- und Weiterbildungssystem in Zukunft erhalten bleiben soll.

Die ungleiche Behandlung bei der Förderung der Vor-Ort-Energieberatung in Wohngebäuden abschaffen: Im Gegensatz zu entsprechend qualifizierten Architekten und Ingenieuren oder anderen Beratern mit nachweislicher Qualifizierung sind per se Handwerksunternehmen - und damit auch das Schornsteinfegerhandwerk - nicht förderungsberechtigt.

Das bedeutet: Auch wenn Schornsteinfeger die erforderliche Qualifikation des geprüften Gebäudeenergieberaters (HWK) vorweisen können, erhalten sie als Inhaber oder Angestellter eines Handwerksbetriebs keine Zuschüsse für eine Vor-Ort-Beratung oder Boni beispielsweise für integrierte thermografische Untersuchungen. Diese unterschiedliche Förderung im gleichen Markt tätiger Akteure bei vergleichbarer Qualifizierungsgrundlage ist im Sinne des freien Wettbewerbs nicht hinnehmbar.

Keine Anschlusszwänge und Verbrennungsverbote für Verbraucher: Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks setzt sich gemeinsam mit anderen Verbänden und Institutionen für individuelles Heizen ein. Hauseigentümer sollen sich frei für eine bestimmte Wärmeversorgung entscheiden können. Die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Energie- und Wärmequellen stärkt zudem die vielfältige regionale Handels- und Dienstleistungsstruktur und damit den freien Wettbewerb. dhz

Hautnah und Live dabei

Liveblog: Deutscher Handwerkstag 2016 in Münster

Reporter der Deutschen Handwerks Zeitung berichten vom 8. bis 9. Dezember via Liveblog vom Deutschen Handwerkstag in Münster. Von der Wahl des ZDH-Präsidenten bis zum ZDH-Forum mit Angela Merkel – Bei uns verpassen Sie keinen Programmpunkt.
Hier geht´s zum Liveblog.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2016 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen