Frankfurt-Rhein-Main -

Meisterfeier Mehr Mut zu Gründergeist

Die Meisterfeier der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main stand unter dem Motto „Die Zukunft ist unsere Baustelle – Handwerk und Wirtschaft 4.0“. 114 Jungmeister wurden ausgezeichnet.

Gemeinsam mit Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger gratulierte Prof. Dr. Joachim Metternich von der TU Darmstadt den 114 Jungmeistern aus zwölf Gewerken zur bestandenen Meisterprüfung. Die Veranstaltung moderierte die HR-Journalistin Constanze Angermann.

Zukunftsthema Digitalisierung

Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger forderte in seiner Ansprache mehr Gründergeist in Sachen „4.0“: „Die Welt um uns verändert sich. Das bedeutet, wir brauchen auch im Handwerk die Bereitschaft, sich stärker auf vernetzte Technik und Kundenservices einzulassen. Vor allem aber brauchen wir zündende Ideen in Sachen digitales Marketing, Produkte und Dienstleistungen“, sagte Ehinger.

„Das Produkt Handwerk mit dem Meisterbrief wird weiterhin einzigartig sein und nachgefragt, weil es in der Gesellschaft nicht ohne Handwerk geht. Aber genau diese handwerklichen Produkte mit ihrer Qualität und ihren Leistungen für eine digitale Gesellschaft in Szene zu setzen und fit für die Zukunft zu machen, ist Aufgabe der Jungmeisterinnen und Jungmeister.“

Ehinger verwies darauf, dass sich die Kammer intensiv für die Weiterentwicklung der Inhalte der Aus- und Weiterbildung und dualer Bildung einsetze. Aktuell arbeitet die Kammer mit den Fraunhofer-Instituten, der IHK Frankfurt und der TU Darmstadt im Projekt Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt zusammen, um die Möglichkeiten der Digitalisierung verständlich zu machen.

Prof. Dr. Joachim Metternich sagte: „Das Handwerk ist so vielfältig, dass es nicht die eine, große Digitalisierungslösung geben wird. Kundenkontakt, Angebotserstellung, Einkauf, Arbeit auf der Baustelle oder in der Werkstatt, Rechnungsstellung, dies sind die Bereiche, in denen internetbasierte Lösungen den Handwerker unkompliziert unterstützen werden, damit er sich wieder mehr als bisher auf den Kern seiner Tätigkeit, das Hand-Werk, konzentrieren kann.“

16 Frauen unter den Meistern

Unter den ausgezeichneten Jungmeistern sind 16 Frauen. Die Meisterbriefe wurden in folgenden Gewerken vergeben: Dachdecker, Elektrotechniker, Feinwerkmechaniker, Friseur, Gerüstbauer, Informationstechniker, Kraftfahrzeugtechniker, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Orthopädieschuhmacher, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, Zimmerer.

Eine Siegprämie von der Philipp-Gisbert-Stiftung erhielt Maurice Koller, Feinwerkmechanikermeister. Die Stiftung des früheren Präsidenten der ehemaligen Handwerkskammer Darmstadt zeichnet jährlich die besten Junghandwerker aus.

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