Politik + Wirtschaft -

Sonderprogramm geplant Mehr Flüchtlinge sollen in Bildungsstätten

Zur besseren Integration von Flüchtlingen in den deutschen Ausbildungsmarkt wollen Bundesagentur für Arbeit (BA), Handwerk und Bundesregierung ein spezielles Programm starten. Was dahinter steckt.

Im Rahmen des Programms sollen in überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks mehrmonatige Vorbereitungskurse für Flüchtlinge angeboten werden. Wie ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke sagte, sind die rund 530 Bildungsstätten ein "geeigneter Ort für die Vorbereitungskurse".

Dort könnten in einer ersten Stufe bis zu 10.000 Flüchtlinge auf Qualifizierung und Ausbildung vorbereitet werden. Über das Netzwerk der Handwerksorganisationen sollen auch Praktika und Ausbildungsplätze vermittelt werden. Zuvor sollen die Flüchtlinge aber Sprach- und Integrationskurse durchlaufen und ihre Kompetenzen von der Bundesagentur erfasst worden sein.

Flüchtlinge für Berufe begeistern

Finanziert werden sollen die Kurse auch durch das Bundesbildungsministerium. "Dieses Geld, das wir dafür einsetzen, ist gut angelegt", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) dem Deutschlandfunk. Jetzt gehe es darum, junge Flüchtlinge für gewisse Berufe zu begeistern und ihnen die Anforderungen klarzumachen. Ziel sei es auch, Flüchtlinge in ländliche Bereiche zu vermitteln.

Die bisherigen Erfahrungen des Handwerksverbandes haben gezeigt, dass für die überwiegende Mehrheit der jungen Flüchtlinge ohne gezielte Berufsvorbereitung keine Qualifizierung oder Ausbildung in Handwerksbetrieben möglich ist. Genauere Informationen wollen die Programpartner Ende der ersten Februarwoche vorlegen. bir

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2016 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen