Das Kurzarbeitergeld gilt künftig bis zu zwei Jahre. Das Bundeskabinett beschloss die Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von 18 auf 24 Monate.
Damit sollen Entlassungen in der Wirtschaftskrise vermieden werden. Kurzarbeit sei angesichts der schlechten Konjunktur ein "hoch wirksames Instrument" zur Rettung von Arbeitsplätzen, sagte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD).
Zu den beschlossenen Maßnahmen gehört auch, dass die Bundesagentur für Arbeit die Sozialbeiträge für Beschäftigte ab dem siebten Monat der Kurzarbeit übernimmt.
Scholz verteidigte die Entscheidung, das Kurzarbeitergeld für 24 Monate zu zahlen, gegen Kritik der FDP. Befürchtungen, dass durch Kurzarbeit ältere Arbeitnehmer in den Vorruhestand abgeschoben würden, seien unbegründet, sagte der Minister. Ganze Abteilungen arbeiteten kurz, das habe mit Vorruhestand "nichts zu tun".
Auch das Handwerk kritisiert die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes. Sowohl die verlängerte Bezugsdauer, als auch das Kurzarbeitergeld plus werden vor allem größeren Unternehmen zugute kommen, die Kurzarbeit längerfristig zu nutzen", kritisierte der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hanns-Eberhard Schleyer
Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes gilt für Arbeitnehmer, die bis Ende 2009 in Kurzarbeit geschickt werden. Die Änderungen sollen befristet bis zum Jahresende 2010 gelten. Pläne, die Zahlung des Kurzarbeitergeldes danach noch einmal zu erweitern, gibt es Scholz zufolge nicht.
pc/ddp
ddp
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