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Smartphone-Werbung Kundenwerbung per SMS - elf Tipps im Überblick

SMS haben eine Öffnungsrate von fast 100 Prozent. Damit können Kunden über eine Kurznachricht auf dem Smartphone oftmals besser erreicht werden als per E-Mail. Dabei gibt es aber einiges zu beachten.

Nutzer, die sich auf der Webseite einer Firma, einem Online-Dienst- oder Portal angemeldet haben, kennen dieses Problem: Oft meldet man sich bei der Registrierung unbeabsichtigt für den E-Mail-Newsletter an und der Posteingang wird mit E-Mails überflutet. Als Folge dieser Übersättigung finden oft selbst die kreativsten E-Mail-Kampagnen kaum Beachtung.

Eine SMS hingegen besitzt einen Push-Effekt, das heißt, dass der Nutzer diese in der Regel sofort öffnet und den Inhalt womöglich sofort liest - denn eine SMS ist mit ihren maximal 160 Zeichen schnell gelesen. Laut einer Studie von Mobile Marketing Watch haben SMS eine Öffnungsrate von 98 Prozent, während jene beim E-Mail-Marketing bei nur 22 Prozent liegt.

Kein anderes Marketing-Instrument bietet eine ähnliche hohe Öffnungsrate, was das SMS-Marketing zu einer der effektivsten Wege für Unternehmen macht, um mit seinen Kunden direkt in Kontakt zu treten. Neben Cross-Promotion-Aktionen, bei denen SMS unterstützend zu anderen Werbematerialien wie Flyern eingesetzt werden, eignen sich SMS-Kampagnen aber auch, um Kunden mit interessanten Produktinformationen zu versorgen oder neue Angebote oder Rabattaktionen anzukündigen.

Damit bei einer geplanten SMS-Kampagne nichts schief läuft, hat der Business-SMS-Dienstleister TextAnywhere elf hilfreiche Tipps zusammengestellt:

1. Testen

Wie bei jeder anderen Korrespondenz auch, muss der Inhalt der SMS zunächst Korrektur gelesen werden. Außerdem sollte die Nachricht an das eigene Handy gesendet werden, um zu sehen, ob der Text korrekt dargestellt wird.

2. Sofortige Aufmerksamkeit

Es bleibt nur wenig Zeit, um die Aufmerksamkeit eines Lesers auf sich zu ziehen. Dies muss erreicht werden, sobald die SMS geöffnet oder eine Preview davon angesehen wird. Zu diesem Zweck sollte man ein oder zwei Wörter in Großbuchstaben schreiben, um den Leser dazu zu verleiten, den kompletten Inhalt zu lesen.

3. Kundennutzen

Den Kunden sollte man klar und deutlich zu verstehen geben, um welches Angebot es sich handelt und welche Vorteile es bietet. Mit nur 160 Zeichen ist dies gar nicht so leicht. Kleiner Tipp: Die Frage nach dem "warum sollte das Angebot oder Produkt für mich als Kunden interessant sein" sollte der Text beantworten können.

4. Verwenden Sie einen Namen, der das Publikum anspricht

Es sollte ein Name für den Text verwendet werden, der für den Empfänger gut einsehbar ist. Dies muss nicht unbedingt der Name des Unternehmens sein, sondern eher etwas in Bezug auf die aktuelle Promotion.

5. Zielgruppe

Eine SMS-Kampagne die breit gestreut ist, verfehlt womöglich ihre Wirkung und verursacht unnötige Versandkosten. Deshalb sollte der Versand auf eine spezielle Zielgruppe oder bestimmte demographische Größen abgestimmt sein.

6. Grammatik

Während die jüngere Generation mit der SMS-Jugendsprache noch etwas anfangen kann, sind ältere Semester leicht irritiert. Abkürzungen können verwendet werden, um Zeichen zu sparen, aber nur, wenn sie allgemein anerkannt sind. Absolutes No-Go: Fehler bei Orthographie und Grammatik.

7. Call-to-Action

Eine Handlungsaufforderung ist das A und O jeder vernünftigen Marketing-SMS. Daher sollte sicher ein so genannter Call-to-Action à la "Rufen Sie unter 0800-000 an", "besuchen Sie uns am Wochenende ab 12.00 Uhr" oder eine trackbare URL unbedingt enthalten sein.

8. Double-Opt-In

Dennoch ist Marketing per SMS auch für die Verbraucher ein sensibles Thema. Mithilfe eines so genannten Double-Opt-Ins steht ein Unternehmen, das Werbe-SMS an seine Kunden verschicken möchte, auf der sicheren Seite. In der Praxis funktioniert dies folgendermaßen: Zunächst muss ein Interessent sein schriftliches Einverständnis (beispielsweise auf einem Papierformular) geben, dass seine Telefonnummer verwendet werden darf. Als nächstes verschickt das Unternehmen an den Kunden eine Bestätigungs-SMS. Mit Antwort auf diese SMS akzeptiert der Empfänger nochmals, mit dem Zusenden von Werbe-SMS einverstanden zu sein.

9. "Keep it simple"

Es sollte nicht versucht werden, zu viele Informationen auf einmal in den Text einzubauen. Die Anzahl der Zeichen sowie die Zeit, um die Nachricht an potentielle Kunden zu bringen, sind begrenzt. Darüber hinaus sollte der Text in klarer und prägnanter Sprache verfasst sein und - wenn möglich - Absätze zur besseren Übersichtlichkeit enthalten.

10. Zeitplan

Studien zeigen hohe Antwortraten bei SMS-Kampagnen, die nach dem morgendlichen Berufsverkehr am frühen Vormittag versandt werden. Eine goldene Regel für den Versandzeitpunkt existiert allerdings nicht, vielmehr sollte ja nach Kampagne entschieden werden. Klar ist auch, dass ein Versand in der Nacht eher Aggressionen als einen wohligen Kaufrausch auslösen wird.

11. Überprüfung und Überarbeitung

Es ist noch kein SMS-Meister vom Himmel gefallen. Es gibt immer Luft nach oben. Mit den richtigen Reporting-Tools lässt sich der Erfolg früherer SMS-Kampagnen überprüfen und Inhalte sowie Timing nachjustieren.

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