Der Handwerkstag Sachsen-Anhalt warnt vor negativen Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform auf die Lohnzusatzkosten.
"Durch die seit 1.Juli gestiegenen Kosten für die Pflegeversicherung sind die Lohnzusatzkosten wieder auf über 40 Prozent gestiegen", sagte Handwerkstagsvizepräsident Thomas Keindorf. "Durch den für das kommende Jahr geplanten Gesundheitsfonds droht ein weiterer Kostenschub." Ein großer Teil der Mitarbeiter von Handwerksbetrieben sei bei der Innungskrankenkasse versichert. In Sachsen-Anhalt lägen deren Beiträge gegenwärtig bei 12,9 Prozent. Der Einheitsbeitrag für den Gesundheitsfonds soll nunmehr wahrscheinlich 15,5 Prozent betragen, und von möglichen Beitragsrückerstattungen würden die Betriebe nicht profitieren.
Deshalb fordere der Handwerkstag Sachsen-Anhalt die Landesregierung auf, der Tendenz zu Kostensteigerungen durch die Gesundheitsreform energisch entgegenzutreten. Wichtig sei auch, so der zweite Vizepräsident des Handwerkstages Hans-Jörg Schuster, die Gesundheitskosten aus Sicht der Zahler und Nutzer transparenter zu machen.