Kammerpräsident Repp besucht Bauunternehmen Gluck in Schlitz-Rimbach
Die Konjunkturprogramme von Bund und Land zur Abmilderung der Auswirkungen der Bankenkrise waren im Vogelsbergkreis besonders wirksam. Diese Auffassung vertraten Vertreter der Handwerkskammer Wiesbaden, der Kreishandwerkerschaft in Lauterbach und des Vogelsbergkreises übereinstimmend anlässlich eines Besuchs beim Bauunternehmen Gluck in Schlitz-Rimbach.
Nahezu die gesamten 27 Millionen Euro aus dem Programm im Vogelsbergkreis sind verausgabt und landeten - sehr zur Freude von Landrat Rudolf Marx - zu 80 Prozent als Bauaufträge im heimischen Handwerk. Das habe, so der Kreis, in den vergangenen beiden Jahren im Vogelsbergkreis schätzungsweise rund 150 Arbeitsplätze gesichert.
„Die Bürger sollen wissen, wie kraftvoll ein Familienunternehmen mit regionaler Verwurzelung wirkt“, sagte Klaus Repp, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, und lobte die flexible, regionalbezogene Vergabepraxis des Landes und des Kreises ausdrücklich. „Die Politik hat zur rechten Zeit das richtige Signal gesetzt“, so Repp. „Die Programme wirkten schnell, waren einfach und kleinteilig und sie wurden über den richtigen Weg an die Betroffenen vor Ort gebracht.“ Er forderte, die ausschließlich positiven Erfahrungen zu nutzen und die Befristung der erleichterten Vergabe aufzuheben und zu einer dauerhaften Praxis zu machen.
Das Familienunternehmen Gluck glänzt mit einer sehr hohen Ausbildungsquote. Dieter Schaub hält die Anstrengungen auf diesem Gebiet für den sinnvollsten Weg, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Anita Schaub-Gluck, Maurermeisterin und Diplom-Ingenieurin, stellte die regionale Verwurzelung der Firma heraus und unterstützte die These ihres Ehemanns: „Nur Ausbildung sichert uns vor Fachkräftemangel.“ 140 junge Menschen hat der Betrieb seit seinem Bestehen ausgebildet. Von den 100 Mitarbeitern sind zurzeit elf Auszubildende, was Repp als exzellent bezeichnete. „Die beste Sozialarbeit ist eine gelingende Arbeitsmarktpolitik“, sagte Landrat Marx. Auch für Kreishandwerksmeister Herbert Betz ist klar: „Gute Mitarbeiter sind ein Schatz!“ Es gelte vor allem die jungen Leute in der Region zu halten und die Ausbildungsanstrengungen zu verstärken.
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