Pressekonferenz der Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern
Die Konjunkturlage im bayerischen Bau- und Ausbauhandwerk ist im Herbst stabil. Laut Konjunkturlagebericht der Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern (LVB) hat sich die Geschäftslage in den vergangenen sechs Monaten deutlich verbessert, vor allem im Ausbaugewerbe.
„Mehr als 90 Prozent der Betriebe sprechen von einer wenigstens befriedigenden Lage“, verkündete der neue LVB-Sprecher Hans Auracher. Erfreulich entwickelten sich auch die Umsätze. Nur noch knapp elf Prozent der Baubetriebe klagen über ungenügende Erlöse. „Ein großes Sorgenkind in unserer Branche bleiben die Baupreise. Leider können wir hier keine Entspannung beobachten - im Gegenteil: Die Zahlen haben sich in beiden Bereichen im Herbst noch einmal verschlechtert. Im Bauhauptgewerbe erzielen nicht einmal fünf Prozent der Betriebe gute Preise, im Ausbaugewerbe sind es auch nur elf Prozent“, berichtete Auracher. Die Befragung der Unternehmen ergab weiterhin, dass drei Viertel der Bau- und Ausbaubetriebe bislang nicht von den Konjunkturpaketen profitiert haben. Nur rund 17 Prozent konnten daraus Aufträge generieren.
Dennoch haben sich die Erwartungen bezüglich der Geschäftslage und der Umsätze vor allem im Bauhauptgewerbe leicht verbessert. Auch die Beschäftigungsentwicklung wird in diesem Herbst optimistischer als noch im Frühjahr eingeschätzt. Im Gegensatz zu anderen Branchen spielt die Kurzarbeit in den Bau- und Ausbaubetrieben nur eine geringe Rolle. Lediglich 18 Prozent nutzen dieses Instrument, das in der Bauwirtschaft ohnehin nur saisonal eingesetzt wird. Nach den Kernproblemen der Branche gefragt, nannten die meisten Betriebe den anhaltend hohen Preisdruck. Hinzu kommt die Billigkonkurrenz, etwa durch Ich-AGs, und der damit zusammenhängende unfaire Wettbewerb. Auracher: „Eine Verschlechterung bei der Kreditvergabe ist dagegen nicht eingetreten. Allerdings befürchten viele Unternehmen eine Verschlechterung der Kreditbedingungen in den nächsten Wochen und Monaten.“ Dies liegt daran, dass die Betriebe im Frühjahr unter dem Druck der Konjunkturschwäche schlechtere Preise vereinbarten, die sich nun negativ in den Bilanzen niederschlagen.
Franz Xaver Peteranderl, Präsident der bayerischen Baugewerbeverbände, kritisierte, dass im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wichtige Punkte fehlen: „Die Wiedereinführung der degressiven steuerlichen Abschreibung im Wohnungsbau wurde zwar in der zuständigen Arbeitsgruppe als notwendig angesehen, fand aber keine Aufnahme in den Koalitionsvertrag. Auch das von der CSU zu Recht geforderte Baukindergeld war offenbar nicht mehrheitsfähig“, so Peteranderl. Der Wohnungsbau im Freistaat ist weiter am Boden. Nach einer Berechnung des Pestel-Instituts werden in Bayern bis 2025 etwa 1,4 Millionen neue Wohnungen benötigt ca. 82.000 Wohnungseinheiten pro Jahr. Gebaut werden aktuell rund 30.000. Ein wenig tröste das bayerische Baugewerbe die Ankündigung einer Vereinfachung des „Wohn-Riester“, so Peteranderl. Hoffnung bereite zudem, dass die Bundesregierung das neue Mietrecht anpacken und die Hürden für energetische Sanierungen senken wolle.
Meinung
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Leute
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Reise
Das Rofangebirge am Achensee, ideal für Profis und Einsteiger. Und nach einer spannenden Tour mit Helm, Klettergurt und Karabinerhaken kommt die Erkenntnis: Bergsteigen ist kein Klacks.