Konjunkturelle Besserung gewinnt an Boden - Konjunktur - deutsche handwerks zeitung

Konjunktur - 19.10.2009

Bundeswirtschaftsministerium

Konjunkturelle Besserung gewinnt an Boden

Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland gewinnt nach Einschätzung der Bundesregierung weiter an Boden. Nach einer Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Leistung im zweiten Quartal dürfte sie im dritten Quartal deutlicher zugenommen haben, heißt es im Monatsbericht Oktober des Bundeswirtschaftsministeriums.

Den Ausgangspunkt bilde die weltwirtschaftliche Erholung, die dem Außenhandel – ausgehend vom niedrigen Niveau – Impulse verleihe. So dürften die Exporte in der Quartalsbetrachtung erstmals seit mehr als einem Jahr wieder zugelegt haben, erklärten die Experten des Ministeriums. Neben den umfangreichen geldpolitischen und fiskalischen Maßnahmen wirke insbesondere die allmähliche Überwindung der Vertrauenskrise im dritten Quartal stützend.

In der Binnenwirtschaft kämen verstärkt die Maßnahmen der Konjunkturprogramme zum Tragen. Die Bauwirtschaft profitiere von der Umsetzung der öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen, während beim privaten Konsum die Pkw-Umweltprämie nachwirke sowie zusätzliche Abgabenentlastungen und Transfererhöhungen die Einkommen stützten. Auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Abbau von Beschäftigung halten sich bisher in Grenzen.

Vor diesem Hintergrund haben eine Reihe von Instituten und Organisationen ihre Prognosen für die Wirtschaftsentwicklung zuletzt nach oben korrigiert. Auch die Bundesregierung hat in ihrer Herbstprojektion am vergangenen Freitag die Prognose für das Bruttoinlandsprodukt für 2009 auf minus 5,0 Prozent von zuvor minus 6,0 Prozent und für 2010 auf plus 1,2 Prozent von zuvor plus 0,5 Prozent angehoben.

Allerdings bleibe die Erholung mit erheblichen Risiken belastet, warnten die Experten im Bundeswirtschaftsministerium. Insbesondere seien die Produktionskapazitäten trotz Erholungstendenzen noch unausgelastet und beeinträchtigen die Perspektiven am Arbeitsmarkt. Auch bestünden Unsicherheiten an den Finanzmärkten trotz anhaltender Besserung fort.

ddp

 
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