Mehrere Politiker der schwarz-gelben Koalition fordern eine Aussetzung des Solidaritätszuschlags bis zur Klärung von dessen Rechtmäßigkeit durch das Bundesverfassungsgericht.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ralf Koschorrek sprach sich im Online-Portal "bild.de" für ein Moratorium aus. "Solange nicht klar ist, ob der Soli gegen die Verfassung verstößt, sollen ihn die Bürger auch nicht zahlen", sagte Koschorrek. Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Thomas Strobl sagte "bild.de": "Wenn der Haushalt es zulässt, können wir über eine sofortige Aussetzung reden."
Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler hat unterdessen eine komplette Abschaffung gefordert. Schäffler sagte dem Online-Portal zur Begründung: "Damit müsste die Politik auch keine Ohrfeige durch das Verfassungsgericht befürchten."
Das niedersächsische Finanzgericht hatte den im Zuge der Deutschen Einheit eingeführten Solidaritätszuschlag für verfassungswidrig erklärt und die Klage eines Angestellten an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verwiesen hat. Am Mittwoch hatte das Bundesfinanzministerium erklärt, dass Steuerbescheide wegen des Soli mit einem Vorläufigkeitsvermerk ergehen sollen. Steuerzahler müssten keinen Einspruch gegen ihren Bescheid erheben.
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Bundesfinanzgericht erklärt Soli für verfassungswidrig >
ddp
Meinung
"Wer nicht wirbt, stirbt." So hat Henry Ford schon vor hundert Jahren den Wert von Werbung beschrieben. Der amerikanische Automobil-Tycoon hat diesen Satz zwar vor allem auf seine eigenen Fahrzeuge bezogen und weniger auf ganze Wirtschaftsbereiche. Doch auch ein Bereich wie das Handwerk braucht Werbung, braucht den Austausch mit der Öffentlichkeit, wenn es langfristig nicht an Ansehen, Bedeutung und Image verlieren will.