Kentzler kontra Schäuble: Während der Handwerkspräsident eine Fortsetzung der Großen Koalition über 2009 hinaus fordert, lehnt der Bundesinnenminister diese strikt ab.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) erteilte einer Fortsetzung der Großen Koalition nach der Bundestagswahl 2009 eine klare Absage. Die gegenwärtige Regierung aus CDU und SPD werde "in den Geschichtsbüchern eine ziemlich gute Note bekommen. Aber nach dieser Legislaturperiode muss sie zu Ende sein", sagte Schäuble der Wochenzeitung "Die Zeit". Eine Große Koalition "produziert immer auch Müdigkeit", sagt Schäuble zur Begründung und verweist auf die erste Große Koalition aus dem Jahr 1966, die nur zweieinhalb Jahre gehalten habe.
Schäuble reagiert mit seiner Absage auf einen Vorstoß von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), der sich für eine Fortsetzung des schwarz-roten Bündnisses über 2009 hinaus ausgesprochen hatte.
In der Debatte um eine Neuauflage der Großen Koalition nach der Bundestagswahl 2009 stellte sich Handwerks-Präsident Otto Kentzler hinter Bundesfinanzminister Steinbrück. "Mir ist eine stabile Große Koalition trotz mancher Durchhänger lieber als viele andere Alternativen", sagte Kentzler der "Bild"-Zeitung.
Steinbrück hatte sich am Wochenende dafür ausgesprochen, dass Union und SPD auch nach der Bundestagswahl gemeinsam regieren.
ddp
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