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Bundesfinanzhof Kein Betriebsausgabenabzug für Arbeitsecke & Co.

Hat ein selbständiger Handwerker keine Büroräume und erledigt die anfallenden Büroarbeiten zu Hause, kann er nicht automatisch einen Teil der Kosten für den zu Hause genutzten Raum als Betriebsausgaben verbuchen. Das ist die Quintessenz eines veröffentlichten Urteils des Bundesfinanzhofs.

Schade eigentlich. Die Sensation war zum Greifen nahe. Das Finanzgericht Niedersachsen erlaubte es einem Steuerzahler, für ein nur zu 60 Prozent zur Einkünfteerzielung genutztes Arbeitszimmer zu Hause 60 Prozent der Raumkosten steuerlich geltend zu machen. Der Fall landete beim Bundesfinanzhof. Und der Große Senat des Bundesfinanzhofs kassierte dieses steuerzahlerfreundliche Urteil leider wieder (BFH, Beschluss v. 27.7.2015, Az. GrS 1/14; Pressemitteilung v. 27.1.2016, Nr. 6/2016).

Bei Arbeitszimmer gilt Aufteilungsverbot

Die Richter des Bundesfinanzhofs stellten klar, dass bei einem häuslichen Arbeitszimmer die Grundsätze des § 12 Nr. 1 EStG greifen. Danach dürfen die Kosten für ein teils privat, teils betrieblich genutztes Arbeitszimmer nicht aufgeteilt werden. Ein Unternehmer, der zu Hause also nur eine Arbeitsecke nutzt, kann steuerlich keine Ausgaben abziehen.

Tipp: Unternehmer dürfen zwar keine Betriebsausgaben für einen gemischt genutzten Raum steuerlich abziehen. Doch die genutzten Möbel (Schreibtisch, Regal, Bürostuhl) und der PC in einer Arbeitsecke dürfen steuerlich als Arbeitsmittel abgeschrieben werden.

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