Junge Menschen fürchten Versorgungslücke - Finanzierung - deutsche handwerks zeitung

Finanzierung - 13.02.2012

Forsa-Umfrage

Junge Menschen fürchten Versorgungslücke

Fast jeder zweite Deutsche zwischen 18 und 30 Jahren macht sich Sorgen um seine finanzielle Absicherung im Alter. Als häufigsten Grund nennen 61 Prozent der Befragten, dass sie nicht genügend Geld zur Verfügung haben oder hatten, um privat für das Alter vorzusorgen. Die aktuelle Euro- und Schuldenkrise sehen dagegen nur ein Prozent als ausschlaggebend an.

Junge Menschen in Deutschland fürchten, später im Alter zu wenig Rente zu bekommen. Knapp ein Drittel der befragten 18- bis 30-Jährigen hat Angst, statt für die Altersvorsorge Geld für den Konsum oder andere Dinge auszugeben oder in der Vergangenheit ausgegeben zu haben. 26 Prozent der Befragten führen eine vermutete Versorgungslücke im Alter darauf zurück, dass sie nicht genügend Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung angesammelt hätten.

Jeder vierte nahm an, sich nicht genug mit dem Thema private Altersvorsorge beschäftigt und deswegen nicht ausreichend privat vorgesorgt zu haben. 12 Prozent befürchten einen Zusammenbruch oder eine künftige Zahlungsunfähigkeit des staatlichen Rentensystems, bedingt durch den demographischen Wandel. Die Inflation halten drei Prozent für entscheidend. Mit gerade einmal ein Prozent spielt die aktuelle Euro- und Schuldenkrise eine untergeordnete Rolle in den Befürchtungen der 18- bis 30-Jährigen.

Bewusstsein ist vorhanden

Für die repräsentative Umfrage hat die Forsa im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD 1.005 Bundesbürger zwischen 18 und 50 Jahren nach ihrer Einschätzung zu Wirtschafts- und Finanzthemen befragt.

"Der Bevölkerung ist mehrheitlich bewusst, dass sie sich bei der Altersvorsorge nicht ausschließlich auf die Leistungen des Staates verlassen kann", sagte Günther Blaich, Direktor des Bereiches Produktmanagement von AWD. Dabei zeige die Umfrage, dass sich die Bereitschaft, heute auf Konsum zu verzichten, um im Alter ein auskömmliches Einkommen zu haben, noch weiter entwickeln müsse. dhz

 
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2012
Alle Rechte vorbehalten

Kommentare und Bewertungen Kommentar verfassen

Durchschnittliche Bewertung dieses Artikels:
starstarstarstarstar
(2 Bewertungen)
Ihre Bewertung dieses Artikels:

Zum Bewerten klicken Sie bitte auf die Sterne

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar

Umfrage

Solarkürzung: Soll sie kommen oder nicht?

Lexika

Web 2.0

Der Begriff "Web 2.0" entstand im Zusammenhang mit einer Konferenz gleichen Namens, die der amerikanische Verleger und IT-Experte Tim O'Reilly ins Leben rief.

Meinung

Letzter Hoffnungsanker Gelddrucken?

Die deutsche Wirtschaft und der deutsche Steuerzahler müssen sich wohl damit abfinden, mit noch größeren Beträgen für die Schulden klammer Euro-Partnerländer haften zu müssen. Statt Schuldenabbau also neue Schuldenberge? Dies scheint der bittere, gemeinsame Nenner der Wahlen in Frankreich und Griechenland zu sein. Von Hajo Friedrich

Steuerarchiv

 
Alle täglichen Steuertipps zum Nachlesen im Archiv.

Reise

Nur nicht nach unten schauen!

Das Rofangebirge am Achensee, ideal für Profis und Einsteiger. Und nach einer spannenden Tour mit Helm, Klettergurt und Karabinerhaken kommt die Erkenntnis: Bergsteigen ist kein Klacks. Von Raimund Haser

Newsletter

DHZ-Aktuell

Termine

26.05.2012 - 29.05.2012
ENVER
28.05.2012 - 02.06.2012
BIEMH
28.05.2012 - 01.06.2012
METALLOOBRABOTKA