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Berufswahl Imagekampagne für das Handwerk mit neuen Motiven

Die neuen Motive der Imagekampagne für das Handwerk haben es in sich: "Ich hab was Besseres vor" lautet die selbstbewusst klingende Botschaft, die junge Menschen herausfordern will, sich intensiv mit ihrer Berufswahl und den Vorteilen einer handwerklichen Ausbildung auseinanderzusetzen.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Imagekampagne

Um die Diskussion mit und unter Jugendlichen anzustoßen, sind die neuen Motive der Imagekampagne seit Anfang April bundesweit auf großflächigen Plakaten, auf Bussen sowie online auf Bannern zu sehen. Vor allem will die Kampagne eine authentische Vorstellung von handwerklichem Arbeiten transportieren und Lust auf eine Ausbildung in einem der 130 Ausbildungsberufe im Handwerk machen.

Impulse für die Berufswahl

Ausgewählte Junghandwerker zeigen, wie sie ihren Traumberuf im Handwerk gefunden haben und wollen andere Jugendliche bestärken, etwas Eigenes mit ihren Händen zu schaffen. Mitunter haben sie selbst die Erfahrung gemacht, dass die größte Herausforderung ist, sich für einen Beruf zu entscheiden. Viele junge Menschen wissen laut Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) nicht, wo ihre Stärken und wirklichen Interessen liegen. "Jugendliche stehen in der Berufsfindungsphase oft unter großem Druck", sagt er. "Wir möchten mit ihnen darüber ins Gespräch kommen, was sie sich für ihre berufliche Zukunft wünschen und sie ermutigen, ihren eigenen Interessen zu folgen.”

Junghandwerker als Models

Mit Sprüchen wie "Träume unter Akten begraben? Ich hab was Besseres vor" oder "Erstes Gehalt mit 29? Ich hab was Besseres vor" vermittelt die Imagekampagne, dass junge Erwachsene in handwerklichen Berufen viel erreichen können.

Das ist die neue Imagekampagne 2016 für das Handwerk

Eine Handwerkerin, die der neuen Kampagne ein Gesicht gibt und dafür in ihrer Werkstatt vor der Kamera stand, ist Sattlerin Vanessa Sell. Bevor die 25-Jährige ihre Ausbildung begann, studierte sie zwei Semester Geoökologie. Ihre Erkenntnis: "Das Studium stellte sich als viel theoretischer heraus als ich es mir vorgestellt hatte. Ich musste Tabellen auswerten und war gelangweilt, die Aussicht auf einen Bürojob gefiel mir auch nicht – ich wollte draußen arbeiten und etwas mit den Händen schaffen." Inzwischen ist sie im bundesweiten Leistungswettbewerb ausgezeichnet worden und als Abteilungsleiterin in der Maßsattlerei Henning im brandenburgischen Haage bereits zuständig für den Bereich Trensen und Zubehör. Für die Zukunft hat sich die Pferdeliebhaberin vorgenommen, auf ihre Ausbildung den Meister draufzusatteln.

Traumjob und Karriereaussichten im Handwerk.

Martin Pelzer hingegen, der seine Geschichte im Rahmen der Kampagne "Ich hab was Besseres vor" ebenfalls der breiten Öffentlichkeit präsentiert, entschied sich von Anfang an für eine Ausbildung im Handwerk: Der 31-jährige Tischler aus Berlin hat die Hälfte der Möbel in seiner Wohnung selbst gebaut und kann sich nicht vorstellen, in einem anderen Beruf zu arbeiten: "Ich bin mit meinem Beruf sehr glücklich. Als Tischler zu arbeiten, ist einfach mein Weg. Der Kontakt zum Werkstoff Holz würde mir fehlen, ebenso die körperliche Auslastung. Aber natürlich muss jeder für sich herausfinden, was sein Weg ist und welcher Beruf zu ihm passt."

Provokanter Image-Film

Zusätzlich zu den Kampagnen-Motiven greift ein neuer Film ebenfalls den neuen Leitsatz "Ich hab was Besseres vor" auf: Der Protagonist ist ein junger Mann, der in einen klassischen "Schreibtisch-Beruf" gedrängt wird. Sein Umfeld zerrt so sehr an ihm, dass sein Anzug reißt. Zum Vorschein kommt, was eigentlich in ihm steckt – ein Handwerker. Der Film ist auf Infoscreens an U- und S-Bahnhöfen sowie im Internet zu sehen.

Weitere Informationen unter handwerk.de.

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