Handwerksberufe verschieden stark nachgefragt - Personal - deutsche handwerks zeitung

Personal - 20.07.2010

Offene Lehrstellen

Handwerksberufe verschieden stark nachgefragt

Tausende Betriebe suchen derzeit wieder vergeblich Lehrlinge. Dies liegt laut ZDH auch daran, dass einige Handwerksberufe den Jugendlichen unbekannt und andere wenig beliebt sind.

Ein neuer Ausbildungsberuf ist in diesem Jahr der des Technischen Konfektionärs. Dieser stellt Schutz- und Wetterkleidung, Zelte, Lkw-Planen oder Markisen her. Auch können Jugendliche erstmals eine Lehre zum Papiertechnologen absolvieren. Dabei helfen sie bei der Herstellung unterschiedlicher Papierarten mit. Die weniger bekannte Ausbildung bei den kommunalen oder industriellen Wasserwerken kann nach Angaben des DIHK eine Alternative zum sehr beliebten Beruf des Kfz-Mechatronikers sein. In der Kunststoffverarbeitung kommen zudem drei offene Lehrstellen auf einen Bewerber.

Die Hitliste der beliebtesten Handwerksberufe führen seit Jahren unverändert der Kfz-Mechaniker, Friseur und der Elektroniker sowie der Maler/Lackierer an. Hier gibt es auch die meisten Lehrlinge. Aber auch ausgefallenere Handwerksberufe wie der des Bestatters verzeichnen steigende Zahlen. Rund 180 Lehrlingsverträge werden hier jährlich bundesweit abgeschlossen. In allen Bereichen sind noch Plätze frei. Auch für den Bau, das Elektro- und Metallgewerbe wird noch Nachwuchs gesucht. Sorgen machen sich seit einigen Jahren bereits Bäcker und Metzger, die wegen der zum Teil ungemütlichen Arbeitszeiten starke Nachwuchsprobleme haben.

Vor allem in Ostdeutschland verschärft sich derzeit der Mangel an Auszubildenden. In Nord- und Mittelthüringen waren im Juli im gewerblichen Bereich beispielsweise noch rund 600 Stellen unbesetzt, in Sachsen waren Ende Juni im Handwerk noch 450 Ausbildungsplätze vakant. Viele Betriebe hoffen nun auf junge Arbeitskräfte aus den Nachbarländern wie Polen und Tschechien. Ab 2011 dürfen diese ohne gesetzliche Beschränkungen in Deutschland arbeiten. Aber auch im Rhein-Main-Gebiet gibt es derzeit mehr offene Lehrstellen als Bewerber, ebenso werden in der Region um Stuttgart noch Auszubildende gesucht, wie die örtlichen Handelskammern unlängst mitteilten.

ddp

 
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