Mit dem Testwochenende in Bad Wörishofen hat der Deutsche Nutzfahrzeug 2012 begonnen. Am 29. und 30. Juni bewerten Handwerker aus verschiedenen Branchen zwölf Doppelkabinen mit Pritsche. Außerhalb der Wertung gibt es eine Schau von Elektrofahrzeugen. - Von Ulrich Steudel
Bei sommerlichen Temperaturen steht am Freitag zunächst der Standtest auf dem Programm. Dabei können die Praktiker aus dem Handwerk vor allem die Fahrerkabine und die Ladepritsche bewerten. Am Samstag werden die Fahrzeuge dann bewegt. Mit der vollen Nutzlast beladen, müssen die 3,5-Tonner auf einer 21 Kilometer langen Schleife rund um Bad Wörishofen im Unterallgäu ihre Fahreigenschaften unter Beweis stellen. Dabei hat die Jury bewusst kein Schüttgut als Ladung gewählt, sondern Paletten. Der höhere Schwerpunkt stellt die Kleinlaster bezüglich der Wankeigenschaften vor besondere Herausforderungen.
Der Deutsche Nutzfahrzeugpreis unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers wird alle zwei Jahre von der Deutschen Handwerks Zeitung und handwerk magazin vergeben. Die Besonderheit: Es handelt sich weder um eine Leserwahl, wie bei vielen anderen Umfragen im Automobilbereich, noch urteilen Journalisten über die Qualität der Fahrzeuge. Beim Deutschen Nutzfahrzeugpreis gilt vor allem die Meinung der Handwerker. Schließlich müssen sie mit den Transportern im Arbeitsalltag zurechtkommen.
Und so fließt der Standtest mit 50 Prozent und der Fahrtest mit 25 Prozent in das Endergebnis ein. Ebenfalls mit 25 Prozent wirkt eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Dekra auf das Ergebnis, das von einer unabhängigen Jury anhand von Fragebögen und Checklisten ermittelt wird. Die Sieger werden am 21. September auf der Nutzfahrzeugmesse in Hannover geehrt. Doch dieses Wochenende haben erst einmal die Handwerker das Wort.
Wie so ein Testwochenende abläuft, zeigt ein Film aus dem Jahr 2010. Damals gingen Kastenwagen bis 3,0 Tonnen Gesamtgewicht ins Rennen.
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