Für das erste Quartal 2012 rechnen immer noch 83 Prozent der Betriebe mit einem guten oder befriedigenden Geschäftsverlauf, wie eine Analyse aktueller Konjunkturumfragen ergeben hat. Der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum (79 Prozent) fällt somit positiv aus. Zusammengefasst lässt sich sagen: Eine erfreuliche Analyse, wenn man bedenkt, dass nach wie vor keine politische Lösung der Schuldenkrise in Sicht ist.
Im Baugewerbe sind die Perspektiven grundsätzlich gut. Sowohl im Wohnungs- als auch im Gewerbebau befinden sich noch viele Projekte "in der Pipeline". Allerdings stellen etliche Firmen derzeit ihre Erweiterungspläne auf den Prüfstand. Zudem ist zu befürchten, dass die Bereitschaft zur energetischen Sanierung abflaut, insbesondere weil die steuerliche Förderung nach wie vor ungeklärt ist. Schon 2011 ist das bei der KfW registrierte geförderte Investitionsvolumen eingebrochen.
Im öffentlichen Bau ist für die nächsten Monate mit einer weiteren Abkühlung zu rechnen. Schon 2011 sind die Genehmigungszahlen in diesem Sektor massiv geschrumpft.
Der Maschinenbau hat noch immer beträchtliche Reserven, die Umsätze werden wegen des starken Überhangs noch relativ hoch ausfallen. Dennoch werden die Betriebe ihre Erwartungen zurückschrauben müssen. Laut dem ifo-Institut waren die Investitionspläne der deutschen Unternehmen zum Jahresende leicht restriktiv ausgerichtet.
Dem Kfz-Gewerbe steht ein verhaltenes Handelsgeschäft bevor. Einerseits müssen die Verkaufszahlen bei Firmenfahrzeugen dem hohen Niveau der vergangenen beiden Jahre Tribut zollen. Zum anderen lässt sich der Absatz an Private derzeit nur durch Händlerzulassungen und hohe Rabatte aufrechterhalten. Der Verband ZDK rechnet für 2012 mit einer leichten Abnahme der Neuzulassungen auf 3,1 Millionen Pkws.
Abgesehen von der üblichen Delle zu Beginn eines Jahres sollte es im Lebensmittelhandwerk 2012 weiter aufwärtsgehen. Darauf deutet das stabile Konsumklima hin. Außerdem legen die realen verfügbaren Einkommen im laufenden Jahr weiter zu . we/los
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