Das deutsche Handwerk ist weiter im Aufwind. Im 2. Quartal des Jahres haben sich die Geschäfte der Handwerksbetriebe nochmals beschleunigt, wie die jüngste Konjunkturumfrage der Deutschen Handwerks Zeitung ergibt.
Der Geschäftsklimaindex im Handwerk steht aktuell bei 89 Punkten. Ein solch hoher Wert wurde zuletzt Anfang der 1990er Jahre gemessen. Zudem stockte das Handwerk sein Personal auf: Ende Juni 2011 waren im Gesamthandwerk etwa 1 Prozent mehr Menschen beschäftigt als vor einem Jahr. Im Handwerk arbeiten insgesamt 5 Millionen Menschen.
Auch die Geschäftserwartungen für das dritte Quartal signalisieren eine Fortsetzung des breiten Branchenaufschwungs. 90 Prozent der Betriebsinhaber erwarten laut der Umfrage der "Deutschen Handwerks Zeitung" ein gutes oder befriedigendes Geschäft im Sommerquartal.
Der Auftragseingang entwickelte sich dementsprechend lebhaft und lag erneut über dem Vorjahresniveau. So zeichnet sich vor allem bei den Zulieferern eine Normalisierung der Bestellzuwächse ab. Insgesamt verfügte das Handwerk zur Jahresmitte über Auftragsreserven von 1,7 Monaten. (Vorjahr: 1,4 Monate)
Die Umsätze konnte das Handwerk weiter ausweiten und erreichte annähernd den Vorkrisenstand aus dem Jahr 2008. Die Investitionsbereitschaft ist von einer sehr positiven Grundtendenz gekennzeichnet.
Zum Branchenspiegel: Pkw-Zulassungen steigen wieder und auch in der Bauwirtschaft geht es bergauf.
Geschäftserwartungen der Handwerksbetriebe: Die Zuversicht ist ungebrochen
dhz
Kopf der Woche
Der CDU-Politiker Peter Altmaier ist diese Woche als neuer Bundesumweltminister vereidigt worden. Der 53-Jährige ist siebter Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - ihn erwarten komplexe Aufgaben mit mehreren Unbekannten.