Branche -

Neues Einwanderungsgesetz Handwerk für gesteuerte Einwanderung

Deutschland kommt nach Ansicht des Zentralverbands nicht ohne qualifizierte Zuwanderung aus. Der ZDH fordert deshalb ein neues Einwanderungsgesetz.

Schon jetzt suchen viele Handwerksbetriebe vergeblich nach Fachkräften. Eine gesteuerte Einwanderung könnte hier etwas Abhilfe schaffen. "Aus Sicht des Handwerks ist ein neues Einwanderungsgesetz nötig", sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Das Gesetz sollte die vielen bestehenden Regelungen zusammenfassen und vereinfachen. Dabei sollte nach Ansicht des Handwerks klar zwischen einer qualifizierten Zuwanderung in den Arbeitsmarkt und der Aufnahme von Flüchtlingen unterschieden werden. Ein entsprechendes Positionspapier hat der Verband an die Generalsekretäre der Parteien geschickt.

Mehr Chancen für Jugendliche aus Drittstaaten gefordert

Insbesondere für Jugendliche aus Nicht-EU-Staaten, die sich für eine Ausbildung in einem Mangelberuf interessierten, sollte der Zuzug erleichtert werden. Für sie sollte "ein eigenständiger Aufenthaltstitel für die befristete Suche eines Ausbildungsplatzes" geschaffen werden, heißt es weiter.

Voraussetzung sollten entsprechende Deutschkenntnisse und vergleichbare Schulabschlüsse sein. Bei ihrem Vorhaben sollten die ausländischen Lehrstellenbewerber ähnlich wie ausländische Studenten finanziell gefördert werden.

Für befristeten Zuzug zur Arbeitssuche

Auch Angehörige von Drittstaaten, die schon beruflich qualifiziert sind, sollten leichter nach Deutschland einreisen dürfen. Selbst wer noch keinen Arbeitsplatz gefunden hat, sollte analog zu den Regelungen für Akademiker für einen befristeten Zeitraum von sechs Monaten einreisen und nach einer Arbeitsstelle suchen dürfen.

"Nicht die Illusion einer Zuwanderung über Punkte, sondern die befristete und eigenfinanzierte Suche nach einem konkreten Arbeitsplatzangebot sollte eine wesentliche Komponente eines modernen Einwanderungsgesetzes sein", heißt es in Abgrenzung an ein Punktesystem, mit dem etwa Kanada seine Zuwanderung steuert. Um das Ganze zu erproben, könnte eine solche Ausdehnung des Aufenthaltsgesetzes anfangs auf Fachkräfte aus Mangelberufen beschränkt werden.

Handwerker schon im Heimatland für Arbeit in Deutschland ausbilden

Analog zu bestehenden Projekten für die Ausbildung südostasiatischer Pflegekräfte sollten gemeinsam mit der Bundesregierung und der Bundesagentur für Arbeit auch für Mangelberufe im Handwerk entsprechende Projekte geprüfte werden. Kontingente an Nachwuchskräften könnten dann schon in ihrem Heimatland vorqualifiziert werden. In Frage kämen anfangs Projekte in Ländern des Westbalkans, Osteuropas oder manchen nordafrikanischen Staaten.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2017 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen

Horst

Gesteuerte Zuwanderung???

Zwei Millionen Zuwanderer sind bereits im Lande. Unkontrolliert.
Für den Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen, am Tropf der Sozialsysteme!
Was soll also dieser Artikel?
Es ist ein Hohn! Lassen Sie diesen Unsinn!
Die Fachkräfte werden in ihren eigenen Ländern dringend gebraucht!