Panorama -

Imagewerbung für das Friseurhandwerk Hairman(n) – Botschafter der Friseure

Eine Handpuppe reist durch die Friseursalons Deutschlands. Sein Ziel: Das Image des Friseurhandwerks aufpeppen und mit Vorurteilen aufräumen.

Die vergangenen Tage verweilte Hairman(n), ein kreativer Friseur, Querdenker und Visionär, wie er von sich selbst sagt, in Sigmaringen bei Andreas Schmauder, schaute sich in dessen drei Salons „Haarprojekt“ um und griff den Angestellten unter die Arme.

Hairman(n) ist eine Handpuppe. Bereits seit April 2015 ist er quer durch Deutschland und Europa unterwegs. Ins Leben gerufen wurde Hairman(n) in Bremen von Stefan Hagens, der auch das Reise- tagebuch der Puppe betreut. Dort berichtet die Figur von ihren Erlebnissen in den verschiedenen Salons. Das Ziel der Aktion: Imagewerbung für das Friseurhandwerk. „Ich verfolge die Puppe schon von Beginn an und finde es eine tolle Idee, um auf unsere Branche aufmerksam zu machen und mit Vorurteilen aufzuräumen“, sagt Andreas Schmauder.

Hairmann mir Friseurin

Zu wenige Azubis

Der 44-Jährige hat Hairman(n) – der in einem roten Koffer reist – von einer Kollegin aus Braunschweig geschickt bekommen. „Viele junge Menschen wollen keine Ausbildung zum Friseur mehr machen. In der Öffentlichkeit hat das Friseurhandwerk leider oftmals ein Image, das die vielen Chancen und Perspektiven in diesem Beruf zu wenig transportiert“, sagt Schmauder. Um dies zu ändern reist Hairman(n) durch Deutschland und Europa, sammelt die vielen positiven Aspekte und schreibt über sie in seinem Tagebuch. „Die Reise von Hairman(n) ist eine Aktion, die auffallen und unterhalten soll. Wir wollen endlich das Image korrigieren und den Beruf ins rechte Licht rücken.“ Wichtig ist dies vor allem, um wieder mehr Azubis zu gewinnen. Fehlender Nachwuchs ist auch in Sigmaringen eines der größten Probleme. Im gesamten Landkreis gibt es aktuell 158 Salons, die zusammen weniger als 40 Auszubildende haben.

Hairmann färbt Haare

Schmauder: „Hier müssen wir etwas tun, um den Nachwuchs wieder für unser Handwerk zu begeistern. Wer soll sonst in Zukunft den Leuten die Haare schneiden?“ Nicht zuletzt deshalb will Hairman(n) auch jeden einzelnen Salon richtig kennenlernen. „Mit mir war er bei der Vorstandsitzung der Innung und hat die Berufsschule besucht“, berichtet Schmauder. Die Bilder und Berichte der Events, die Hairman(n) besucht, schicken die Salonbetreiber an Erfinder Stefan Hagens, der anschließend damit das Reisetagebuch füllt. Nach maximal zehn Tagen verabschiedet sich Hairman(n) und reist weiter.

Ab nach Starnberg

Nächste Station: Starnberg. Dorthin hat Andreas Schmauder die Puppe geschickt. Im Reisetagebuch von Hairman(n) finden sich viele Fotos und Presseartikel. Alle Stationen können auf der Webseite (www.hairmannk.de) sowie auf Facebook (www.facebook.com/hairmannk) verfolgt werden.

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